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30.09.2013

14:26 Uhr

Förderung von Elektroautos

Industrie plant Wasserstofftankstellen

Die Tankstellen der Zukunft werden nicht mehr nur Öl zur Verfügung haben. Führende Unternehmen wollen in einem Joint Venture ein dichtes Wasserstoffnetz bereitstellen. Das Mammutprojekt steht noch ganz am Anfang.

Die klimaschonende Tankstelle der Zukunft? Führende Unternehmen wollen das verwirklichen. dpa

Die klimaschonende Tankstelle der Zukunft? Führende Unternehmen wollen das verwirklichen.

StuttgartFührende Industrieunternehmen wollen mit dem Aufbau eines Tankstellennetzes für Wasserstoff den Verkauf von Elektroautos mit Brennstoffzellen in Deutschland fördern. Von heute gerade mal 15 Wasserstoff-Tankstellen soll die Zahl der Tankstellen bis 2023 auf rund 400 steigen. Eine Allianz von sechs Firmen – neben dem Autobauer Daimler die Mineralölkonzerne Shell, Total und OMV sowie die Gashersteller Linde und Air Liquide – vereinbarten dazu einen Aktionsplan, wie Daimler am Montag in Stuttgart mitteilte.

Die Unternehmen wollen dazu ein Joint Venture gründen und im kommenden Jahr mit dem Bau der Tankstellen beginnen. Den gesamten Investitionsbedarf schätzen sie auf 350 Millionen Euro. Bis 2017 sollen die ersten 100 neuen Stationen in Betrieb gehen. Neben den Ballungsgebieten soll auch der ländliche Raum mit Wasserstoff-Zapfsäulen versorgt werden. An Autobahnen wäre nach dem Plan mindestens alle 90 Kilometer eine Station erreichbar.

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Den – zumindest beim Fahren – klimaschonenden Elektroautos mit Brennstoffzellen gehört nach Meinung vieler Experten die Zukunft, da sie mit reinem Wasserstoff betankt werden und bei der Umwandlung in Strom nur Wasserdampf entweicht. Bisher gibt es aber kaum Tankstellen dafür. Die ersten Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Serie sind für 2015 angekündigt. So will Toyota in zwei Jahren eine Limousine auf den Markt bringen. Der japanische Autobauer will gemeinsam mit BMW bis 2020 ein ganzes Fahrzeugsystem entwickeln, das Wasserstoff-Tank, Motor und Batterie umfasst. Daimler hat sich dafür bereits mit Ford und Nissan zusammengetan. Das Trio will ab 2017 gemeinsam Brennstoffzellen-Fahrzeuge in größerer Stückzahl auf die Straße bringen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

30.09.2013, 14:59 Uhr

Bravo. Endlich hat man in der Industrie verstanden, worauf es in den nächsten Jahrzehnten ankommt. Lang´ hat es gedauert. Das Konglomerat birgt für Erfolg. Damit wird eine Orientierung in der Mobilität der Zukunft gegeben. Die Entscheidung darüber kann man nicht hoch genug einschätzen. Es bleibt jetzt allen beteiligten Firmen nur noch Erfolg zu wünschen, ein langer Atem und sich nicht von illusionären Vorstellungen der Politik abringen zu lassen.

Jan-Peter

30.09.2013, 17:45 Uhr

Bis unsere so "fortschrittliche" Industrie und unsere Bürokratie diese Projekte geplant, genehmigt und gebaut hat wird TESLA Europa mit Schnellladestationen gepflastert haben. Unsere Automobilhersteller versprechen seit 15 Jahren, das die Brennstoffzelle in 5 Jahren marktreif ist. Ich kann dazu nur ROFLOL kommentieren. Die deutschen Automobilhersteller haben den Markt verschlafen, weil sie mit reinen Elektrofahrzeugen sich ihren Markt selbst zerstören wuerden. Deshalb sehen auch alle bisher hergestellten EV auch potthaesslich aus. Das einzige EV das ich mir kaufen würde ist TESLA Model S.

Steinweg

30.09.2013, 19:58 Uhr

Dieser Wasserstoff, wo kommt der eigentlich her ? Jedenfalls aus Wasserstoff-Quellen ?

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