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29.11.2015

16:40 Uhr

Forderung von RWE, Eon & Co.

Berlin hält Aufteilung der AKW-Abwicklung für möglich

Der Atomausstieg kostet die Energieversorger Milliarden. Die vier großen Stromkonzerne sehen dabei auch den Staat in der Pflicht. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bringt eine Aufteilung der Aufgaben ins Gespräch.

Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld. (Archiv) Im Juni 2015 ist das Werk vom Netz gegangen. Die Atomkonzerne müssen für den Abriss eines Kraftwerks und die Lagerung des Atommülls aufkommen. dpa

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld

Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld. (Archiv) Im Juni 2015 ist das Werk vom Netz gegangen. Die Atomkonzerne müssen für den Abriss eines Kraftwerks und die Lagerung des Atommülls aufkommen.

FrankfurtBundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in der Frage der Abwicklung der Kernenergie eine Aufteilung der Aufgaben ins Gespräch gebracht. Es sei vorstellbar, dass man die Hälfte der Rückstellungen der Energiekonzerne in Höhe von insgesamt rund 38 Milliarden Euro bei den Unternehmen belasse, so dass sie damit den Rückbau der Atomkraftwerke finanzieren könnten, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag im Deutschlandfunk. „Wenn dann die andere Hälfte sozusagen in einen öffentlich-rechtlich geführten Fonds eingebracht wird, so dass die Finanzmittel zur Verfügung stehen für die Suche und Bestimmung des Endlagers und für die Planung und Errichtung des Endlagers, dann kommen wir gut voran.“

Die AKW-Betreiber in Deutschland, RWE, Eon, EnBW und Vattenfall wollen den Staat bei der Abwicklung der Atomenergie mit einer gemeinsamen Stiftung ins Boot holen. Konzernvertreter machten bei einer Anhörung vor der Atomkommission vor wenigen Tagen klar, dass die Stiftung sämtliche Aufgaben übernehmen sollte: den Rückbau der Kraftwerke sowie die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Die Atomkommission soll bis Anfang 2016 Vorschläge unterbreiten, wie der Abriss der Meiler und die Entsorgung organisiert werden kann.

Von

rtr

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