Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.05.2014

12:26 Uhr

Französischer Akw-Bauer

Areva erwägt Kauf von Alstoms Windkraft

Erneuerbare Energien statt Atomkraft: Der französische Akw-Bauer Areva hat Interesse an Alstoms Windkraftsparte angemeldet. In direkte Konkurrenz mit GE und Siemens will Areva aber offenbar nicht treten.

Alstom wird derzeit heiß umworben – auch vom Atomkonzern Areva. AFP

Alstom wird derzeit heiß umworben – auch vom Atomkonzern Areva.

ParisDer französische AKW-Bauer Areva hat Interesse an der Windturbinen-Sparte des umworbenen Industriekonzerns Alstom. Das Management sei bereit, einen Kauf zu prüfen, sollte sich die Gelegenheit ergeben, sagte Areva-Chef Luc Oursel am Dienstag bei einer Anhörung zur Atomenergie im Parlament. Sein Unternehmen sei aber nicht direkt in die Gespräche zum Verkauf des Alstom-Energiegeschäfts eingespannt, an dem auch Siemens interessiert ist. Der US-Rivale General Electric (GE) bietet rund 12,4 Milliarden Euro dafür. Die Offerte stößt auf Widerstand der Regierung in Paris, die dadurch Arbeitsplätze in Gefahr sieht. GE hatte allerdings die Bereitschaft erklärt, die Alstom-Windturbinensparte an französische Investoren abzutreten.

Areva dürfte vor allem am Offshore-Windkraft-Geschäft interessiert sein, in dem auch Siemens mitmischt. Oursel wies vor den Abgeordneten aber auch auf die Bedeutung der Alstom-Turbinen für den AKW-Bau hin. Sie würden in fünf der sechs Reaktoren genutzt, die Areva derzeit baue oder bereits plane. „Es ist äußerst wichtig, dass wir die Arbeit mit diesen Turbinen fortsetzen können“, sagte Oursel.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Siemens hat noch kein Gebot vorgelegt. Dies könnte aber in Kürze geschehen, sagten jüngst mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gespräch ist, dass die Münchner im Tausch für das Alstom-Energiegeschäft ihre Zugsparte abgeben.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×