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07.03.2016

16:11 Uhr

Französischer Energieriese

EDF-Finanzchef kritisiert Investitionen – und wirft hin

Der französische Energiekonzern EDF steckt Milliarden in den Neubau von zwei Atomreaktoren in England. Der Finanzchef Thomas Piquemal hat laut Berichten Zweifel daran geäußert. Jetzt verlässt er das Unternehmen.

Französischer Energiekonzern EDF: Milliardeninvestitionen. AFP; Files; Francois Guillot

Atomkraftwerk in Fessenheim

Französischer Energiekonzern EDF: Milliardeninvestitionen.

ParisDer Finanzchef des französischen Energieriesen EDF ist zurückgetreten – Grund soll laut Medienberichten der Streit um den Neubau zweier Atomreaktoren in England sein. Der Konzern bestätigte am Montag, dass Thomas Piquemal das Unternehmen verlässt.

Nach übereinstimmenden Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg und der „Financial Times“ steht der Rücktritt im Zusammenhang mit den umstrittenen Plänen für den Neubau von zwei Reaktoren im englischen Hinkley Point. Piquemal habe Zweifel gehabt, ob EDF die Milliardeninvestition stemmen könne. Seine Nachfolge übernimmt vorläufig Frankreich-Finanzchef Xavier Girre.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Das Projekt an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (23,3 Mrd Euro) kosten, rund ein Drittel sollen chinesische Partner schultern. EDF ist zu über 80 Prozent im Besitz des französischen Staates. Der Konzern musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbußen hinnehmen und will bis 2018 fünf Prozent seiner Arbeitsplätze in Frankreich abbauen.

Gewerkschaften hatten daraufhin gefordert, den teuren Neubau in England zu stoppen oder zu verschieben. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte bereits vergangenes Jahr mit einem weiteren Verfall der Bonitätsnote gedroht, sollte das Projekt angegangen werden. In Großbritannien wachsen die Zweifel, dass EDF den Bau umsetzt. Bei einem französisch-britischen Gipfel hatte sich Frankreichs Präsident François Hollande in der vorigen Woche aber dahinter gestellt.

Von

dpa

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