Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.09.2013

19:18 Uhr

Französischer Versorger

EDF will Teile von Stromnetz verkaufen

Der französische Versorger EDF betreibt das größte Hochspannungsnetz Europas. Nun sollen Teile verkauft werden – für Beträge in Milliardenhöhe. Zu den Interessenten gehört auch die Allianz

EDF betreibt das größte Hochspannungsnetz Europas. Reuters

EDF betreibt das größte Hochspannungsnetz Europas.

London/FrankfurtDer französische Versorger EDF bereitet offenbar einen milliardenschweren Teilverkauf seines Strom-Übertragungsnetzes vor. Der Konzern wolle Ende September oder Anfang Oktober Banken als Berater für die geplante Transaktion auswählen, verlautete am Donnerstag aus Finanzkreisen. Das größte Hochspannungsnetz Europas hat einen Unternehmenswert von rund zwölf Milliarden Euro einschließlich sieben Milliarden Euro Schulden.

Zu den Interessenten dürften Staatsfonds aus Singapur, Katar und Abu Dhabi sowie Pensionsfonds aus Kanada zählen. Bieten könnte auch die Allianz. Der Versicherer war im vergangenen Jahr im Bieterkampf um die Eon -Netzgesellschaft Open Grid Europe (OGE) leer ausgegangen. EDF wollte sich nicht äußern.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Der Versorger braucht Kapital, um seine Atomkraftwerke zu modernisieren und Schulden abzubauen. Die französische Regierung, die mit 84 Prozent die Mehrheit an EDF besitzt, teilte mit, dass ein Verkauf nicht auf der Agenda stehe. Aus Bankenkreisen verlautete dagegen weiter, dass die Teilveräußerung der Stromnetz-Sparte RTE bereits im ersten Quartal 2014 möglich sei.

Zu den Favoriten als Organisatoren eines Verkaufs zählten die Investmentbank Lazard und die US-Großbank Morgan Stanley. Die beiden Geldhäuser wollten ebenfalls nicht dazu Stellung nehmen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×