Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.02.2013

07:29 Uhr

Gasproduzent

Novatek steckt 20 Milliarden in Gasanlagen in der Arktis

ExklusivDamit sich die Investition auszahlt, will das Unternehmen beim Kreml ein Ende des Gasexport-Monopols für den staatlich kontrollierten Gazprom-Konzern erreichen. Das Projekt bietet große Chancen für deutsche Konzerne.

Gas-Pipeline im russischen Sudzha: Bisland darf der Energieträger nur vom Kreml-eigenen Konzern Gazprom exportiert werden. dpa

Gas-Pipeline im russischen Sudzha: Bisland darf der Energieträger nur vom Kreml-eigenen Konzern Gazprom exportiert werden.

BerlinNovatek, der größte unabhängige russische Gasproduzent, will 20 Milliarden Dollar in den Aufbau von Verflüssigungsanlagen auf der sibirischen Halbinsel Jamal investieren. Das sagte Novatek-Chef Leonid Michelson im Gespräch mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Ab 2016 sollen jährlich 15 Millionen Tonnen Flüssiggas durch das Eismeer auf die Weltmärkte gelangen.

Damit sich die gigantische Investition auszahlt, will das Unternehmen beim Kreml ein Ende des Gasexport-Monopols für den staatlich kontrollierten Gazprom-Konzern erreichen, der allerdings auch Novatek-Anteilseigner ist. Bislang dürfen Produzenten in Russland Gas nur über Gazprom exportieren. „Direktexporte würden die Finanzierung des gewaltigen Projekts erleichtern und Risiken reduzieren“, sagte Michelson. Eine Entscheidung erwarte er binnen Monaten.

Das Jamal-Projekt ist aber auch eine riesige Chance für den deutschen Anlagenbau. „Firmen wie BASF und Siemens wollen sich an den Ausschreibungen beteiligen und als Vertragspartner dabei sein“, sagte Michelson. Siemens beispielsweise soll für die Kraftwerke, die den Strom für die Verflüssigungs-Anlagen produzieren, technische Schlüsselkomponenten liefern. BASF soll laut Michelson Luftzerlegungsanlagen errichten.

Von

mbr

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Vicario

12.02.2013, 10:34 Uhr

Zitat : Siemens beispielsweise soll für die Kraftwerke, die den Strom für die Verflüssigungs-Anlagen produzieren, technische Schlüsselkomponenten liefern. BASF soll laut Michelson Luftzerlegungsanlagen errichten.

Und das Ganze soll natürlich durch die Deutschen Firmen ( unter Anspruchnahme der Hermesbürgschaften, also Absicherung durch den Deutschen Steuerzahler ) finanziert werden.
So geht Business mit den Russen : sie locken mit Paar Aufträgen und holen sich die Finanzierung gleich mit, obwohl eine komplette Finanzierung durch Gelder, die sie außer Landes gebracht haben ( z.B. Zypern ) , gewährleistet wäre ! Und dann wird natürlich auch noch der Verkauf des Gases mit angekoppelt, damit die Zinsgünstige Kredite auch abbezahlt werden können ( ihr eigenes Geld wird hochverzinst angelegt, um die Profite zu maximieren ).

So geht Russian-Business heute........!

blaufisch

12.02.2013, 11:19 Uhr

@ Vicario
Sie sollten ganz laut schreien "Vaterlandsverrat", wenn deutsche Firmen sich daran beteiligen und das deutsche Volk davon einen Nutzen hat - und wenn es niedrige Energiepreise sind.
Wer hier Vaterlandsverräter sind, ist aber ganz schnell ausgemacht, wer unser Volk enteignen und in die Unfreiheit zwingen will mit der sogen. Energiewende, der Kernkraft- und inzwischen auch Frackingphobie und mit dem Klimascheiß.
Sie sind als Forentroll für mich inzwischen ausgemacht!

Chronos

12.02.2013, 11:57 Uhr

Echt? Wo sind die Dummen noch, die das Gas kaufen wollen?

Klingt eher nach dem Versuch zu retten was noch zu retten ist, weil die Zeit den Ansatz überholt hat...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×