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12.11.2014

21:21 Uhr

Geplanter Spartenverkauf

Alstom erwägt bis zu vier Milliarden Euro für Aktionäre

Das französische Unternehmen Alstom erwägt, seinen Aktionären bis zu vier Milliarden Euro aus dem geplanten Verkauf seiner Energiesparte an US Rivalen GE zukommen zu lassen. Der Konzern benötigt den Segen der Anleger.

Der Alstrom-Schriftzug in Salzgitter (Niedersachsen): Der französische Konzern deutet an, seinen Aktionären nach dem Verkauf der Energiesparte an US-Rivalen General Electric bis zu 4 Milliarden Euro zukommen zu lassen. dpa

Der Alstrom-Schriftzug in Salzgitter (Niedersachsen): Der französische Konzern deutet an, seinen Aktionären nach dem Verkauf der Energiesparte an US-Rivalen General Electric bis zu 4 Milliarden Euro zukommen zu lassen.

ParisAlstom erwägt, nach dem Verkauf seiner Energiesparte an den US-Rivalen General Electric, 3,5 bis vier Milliarden Euro den Aktionären zukommen zu lassen. Drei Viertel der zu erwarteten 12,35 Milliarden Euro könnten dagegen unter anderem für den Abbau von Schulden verwendet werden, teilte der französische Siemens-Konkurrent am Mittwoch mit.

Alstom äußerte sich damit erstmals zu der Verwendung des Verkaufserlöses. Experten hatten erwartet, dass etwa zwei Milliarden Euro an die Aktionäre gehen werden. Diese sollen bei einer Sitzung am 19. Dezember den Verkauf der Sparte absegnen.

Was GE mit Alstom vorhat

Das GE-Gebot

Der US-Industriekonzern bewertet das Alstom-Energie- und Netzgeschäft mit 12,35 Milliarden Euro. Doch anders als ursprünglich geplant werden die gewünschten Teile nicht komplett bei General Electric landen – teilweise wird es auch Joint-Ventures geben.

Staatsbeteiligung

Die französische Regierung steigt parallel zum GE-Angebot bei Alstom ein. Der Staat übernimmt 20 Prozent, die zuvor dem Konzern Bouygues gehalten hat. Laut Vereinbarung kann Paris binnen 20 Monaten nach Abschluss der geplanten Operationen bis zu 20 Prozent der Alstom-Anteile von Bouygues oder am Markt erwerben. Kauft die Regierung direkt bei Bouygues, sind der Marktwert oder mindestens 35 Euro pro Aktie fällig. Gleichzeitig räumt Bouygues der Regierung bereits mit Abschluss der geplanten Kooperation 20 Prozent der Stimmrechte bei Alstom ein.

Was bei Alstom verbleibt

Zu 100 Prozent behält Alstom das Bahngeschäft. Die Sparte baut etwa Nahverkehrszüge, aber auch den Schnellzug TGV. Die Sparte macht jährlich 6,2 Milliarden Euro Umsatz und zählt 28.200 Mitarbeiter.

Es wird eine globale Kooperation im Vertrieb mit GE geben und einen gemeinsamen Einkauf. In einzelnen Ländern wird Alstom GE-Diesellokomotiven fertigen.

Das Gegengeschäft

Alstom übernimmt im Zuge der Transaktion das Geschäft mit Signaltechnik von General Electric und stärkt damit das Eisenbahngeschäft. Die Sparte erzielt jährlich einen Umsatz von 400 Millionen Euro und beschäftigt etwa 1200 Mitarbeiter.

Was komplett an GE geht

Die Amerikaner integrieren die – auch bei Siemens heiß begehrten – Gasturbinen, die in effizienten Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Was GE in Joint-Venture einbringt

Mit der komplexen Transaktion entstehen drei Joint-Venture (jeweils 50% Alstom und 50% GE):
- Netztechnik (bestehend aus den Segmenten „Alstom Grid“ und „GE Digital Energy“)
- Erneuerbare (bestehend aus Wasserkraftwerktechnik und Offshore-Windkraft)
- Nukleartechnik (weltweit) und Dampfturbinen (Frankreich-Geschäft)

Von

rtr

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