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12.11.2013

12:16 Uhr

Gewinneinbruch

Purzelnde Großhandel-Strompreise zehren an EnBW

Der Überschuss des deutschen Energieriesen EnBW ist in den ersten neun Geschäftsmonaten dieses Jahres geschmolzen. Jetzt baut das Unternehmen darauf, staatliche Förderung für Reservekraftwerke zu erhalten.

nach dem Abschalten von Kernkraftwerken und unrentablen Gas-, Öl-und Kohlekraftwerken kämpft EnBW mit den Gewinnzahlen. dpa

nach dem Abschalten von Kernkraftwerken und unrentablen Gas-, Öl-und Kohlekraftwerken kämpft EnBW mit den Gewinnzahlen.

DüsseldorfSinkende Stromumsätze und die Belastungen aus dem Atomausstieg haben der EnBW in den ersten neun Monaten dieses Jahres erneut zu schaffen gemacht. Trotz eines Umsatzwachstums brach der Gewinn um fast 60 Prozent ein. Die Geschäftsentwicklung bewege sich zwar im Rahmen der Erwartungen, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer am Dienstag in Karlsruhe. Er gehe aber davon aus, dass die angespannte Lage am Strommarkt das Ergebnis auch in Zukunft belasten werde.

Der im vergangenen Jahr angetretene EnBW-Chef Frank Mastiaux baut den einstigen Atomstromer derzeit zum Öko-Konzern um und will dabei unter anderem auf die Wind- und Wasserkraft setzen. Die aus den Koalitionsverhandlungen bekanntgewordenen Pläne, die Förderung für Windkraft an Land zu drosseln, habe keine Auswirkungen auf bestehende Investitionen wie den Offshore-Park Baltic II in der Ostsee, sagte Kusterer. Auf Eis gelegte Windpark-Projekte will der Konzern aktuell allerdings nicht anfassen. Man müsse die konkreten Entscheidungen in Berlin abwarten, erklärte der Finanzchef.

Seine Hoffnung setzt der Konzern auf mögliche Förderungen für nicht rentable Gas- und Kohlekraftwerke, die ebenfalls in Berlin diskutiert werden. Die EnBW hatte im Sommer bereits Anträge bei der Bundesnetzagentur gestellt, nicht wirtschaftliche Kraftwerksblöcke in Walheim und Marbach abzuschalten. Würde die Netzagentur diese ablehnen, müsste die EnBW die unrentablen Kraftwerke weiter betreiben.

Wie hoch mögliche Vergütungen ausfallen würden, sei nach der derzeitigen Gesetzeslage unklar, sagte Kusterer. „Wir brauchen klare Regelungen für die Zukunft“, forderte er.

Kommentare (6)

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HofmannM

12.11.2013, 11:46 Uhr

EnBW und Kretzschmar wollten die Energiewende und damit haben diese Politiker bewusst für den wirtschaftlichen und sozialen Niedergang von EnBW und den Bürger gestimmt.
Energiewende/EEG = Wohlstandsvernichtung durch steigende Strompreise und massenhaften Verlust von gut bezahlten sozialversicherungsfähigen Industrie-und Handwerksarbeitsplätzen!

laika0231

12.11.2013, 12:31 Uhr

Tja, die fetten Jahre für Energieversorger sind offensichtlich erst einmal vorbei. Da kann man nur hoffen, dass EnBW die Kurve kriegt und tatsächlich mehr in Erneuerbare Energien investiert.

KF1

12.11.2013, 13:06 Uhr

Irgendwie hab ich dass Gefühl dass Vandale und HofmannM
zusammen in einem Hausmeisterbüro vom Kraftwerk Gundremmingen sitzen.
Allein der Gedanke bringt mich jedesmal zum schmunzeln.

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