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12.05.2015

12:26 Uhr

Gewinnexplosion bei Aurubis

Europas größte Kupferhütte bremst die Euphorie

Nach einer Versechsfachung des Gewinns im ersten Halbjahr 2014/15 bremst Europas größte Kupferhütte Aurubis die Erwartungen. Der enorme Gewinnanstieg sei im wesentlichen einem Sondereffekt geschuldet.

Europas größte Kupferhütte Aurubis tritt nach der jüngsten Gewinnexplosion auf die Euphoriebremse. dpa

Kupferkonzern bleibt bescheiden

Europas größte Kupferhütte Aurubis tritt nach der jüngsten Gewinnexplosion auf die Euphoriebremse.

HamburgDer rasante Gewinnanstieg zur Mitte des Geschäftsjahres lässt Aurubis nicht vor Optimismus sprühen. Europas größte Kupferhütte bekräftigte am Dienstag zwar ihre Prognose, wonach der operative Vorsteuergewinn im bis September laufenden Geschäftsjahr 2014/15 deutlich zulegen soll.

Von einer Versechsfachung, wie es in den ersten sechs Monaten der Fall war, ist für das Gesamtjahr jedoch nicht die Rede. Aurubis hatte das maßgebliche Ergebnis im ersten Halbjahr auf 180 Millionen von 27 Millionen Euro vor Jahresfrist gesteigert. Den größten Teil des Gewinns fuhr der Konzern im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März ein.

Für den kräftigen Anstieg sorgten höhere Schmelzlöhne und Preise für Schwefelssäure. Zudem kurbelte der schwache Euro den Export nach Nordamerika an. Auch ein Sondereffekt von rund 50 Millionen Euro trug dazu bei, weil sich unter anderem Schiffslieferungen von Kupferkonzentraten verspätet hatten und die Bestände in der Bilanz nicht bewertet werden mussten. Hohe Kupferbestände mindern das Ergebnis. Zudem wurden Gold und Silber verkauft, die bei der Kupferherstellung als Nebenprodukt anfallen.

Die größten Goldproduzenten

Platz 10

Sibanye Gold - 44,2 Tonnen

Zum südafrikanische Goldproduzenten gehören die Minen Kloof and Driefontein in der Region West Witwatersrand und die Mine Beatrix in der Provinz Free State.

Quelle: Unternehmensangaben, GFMS, Thomson Reuters

Platz 9

Polyus Gold International - 50,9 Tonnen

Das russische Goldunternehmen hat seine Produktion seit 2004 enorm ausgeweitet. Seitdem die Matrosov-Goldmine erschlossen wurden, gehören die Moskauer zu den größten Goldproduzenten der Welt.

Platz 8

Gold Fields - 55,5 Tonnen

Der südafrikanische Minenbetreiber ging aus der britischen Holding „The Gold Fields of South Africa“ hervor und betreibt heute auch Minen in Australien, Ghana, Peru.

Platz 7

Newcrest Mining - 66,9 Tonnen

Die Unternehmen aus Melbourne fördert Gold in Australien, Indonesien und Papua Neuguinea. Mit der Übernahme von Linir Gold stieg es 2010 zu den größten Goldproduzenten der Welt auf.

Platz 6

Navoi Mining and Metallurgy Combinat - 74,1 Tonnen

Mit dem Uran- und Goldabbau gehört das Staatsunternehmen zu den größten in Uzbekistan. 2011 erwirtschaftete der Minenbetreiber einen Umsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Kinross Gold - 77,2 Tonnen

Auch die Kanadier gehören erst seit der Übernahme von Red Back Mining zu den größten Goldproduzenten. Sie betreiben zehn Minen in acht Ländern, unter anderem in Ghana und Mauretanien.

Platz 4

Goldcorp - 82,4 Tonnen

Der zweite kanadische Goldriese betreibt in Red Lake, Ontario, die ertragreichste Goldmine der Welt. Auch in Mexiko und Südamerika macht der Konzern gute Geschäfte. Das Silbergeschäft wurde 2004 abgestoßen.

Platz 3

Anglogold Ashanti - 126 Tonnen

Aus der Fusion der südafrikanischen Anglogold und dem ghanaischen Goldkonzern Ashanti ist einer der weltgrößten Goldproduzenten hervorgegangen. Das Unternehmen betreibt unter anderem die tiefste Goldmine der Welt, die Mponeng-Goldmine, die 3770 Meter in die Erde reicht.

Platz 2

Newmont Mining - 154 Tonnen

Der Goldrausch der Amerikaner ist längst international. Der Minenbetreiber aus Denver, Colorado, baut Gold in Kanada, Bolivien, Australien, Ghana, Indonesien, Neuseeland, der Türkei, Peru und Usbekistan ab. Weltweit Spitze ist aber ein anderes Unternehmen.

Platz 1

Barrick Gold - 223,9 Tonnen

Der weltgrößte Goldproduzent kommt aus Kanada und betreibt weltweit 28 Minen, die meisten davon in Nord- und Südamerika. Aber auch in ausgefallenen Abbaugebieten wie Tansania, Sambia und in der Dominikanischen Republik schürft das Unternehmen nach Gold.

Der Sondereffekt werde sich im Laufe des Jahres teilweise umkehren, teilte das Management mit. Zugleich erwartet Aurubis in diesem Jahr erste Beiträge von seinem Sparprogramm. Erste Gewinnzahlen hatte das Unternehmen, an dem der Stahlkonzern Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, bereits Ende April bekanntgegeben.

Von

rtr

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