Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.12.2013

20:46 Uhr

Gundremmingen

Keine Ausweitung der AKW-Produktion

Nach massiven Protesten zieht das Kernkraftwerk in Gundremmingen seinen Antrag auf Ausweitung der Stromproduktion zurück. Atomgegner hatten dem Landtag Zehntausende Protestunterschriften übergeben.

Das Atomkraftwerk Gundremmingen. Seit zwölf Jahren will das Werk seine Reaktorleistung erhöhen. Doch nun verzichtet es darauf. dpa

Das Atomkraftwerk Gundremmingen. Seit zwölf Jahren will das Werk seine Reaktorleistung erhöhen. Doch nun verzichtet es darauf.

GundremmingenDas Kernkraftwerk im schwäbischen Gundremmingen hat seinen umstrittenen Antrag auf Ausweitung der Stromproduktion nach massiven Protesten zurückgezogen. Das Verfahren auf eine Erhöhung der Leistung der beiden Reaktorblöcke lief bereits seit zwölf Jahren. Grund sei „die Haltung der bayerischen Staatsregierung, die in der Leistungserhöhung für Kernkraftwerke ein falsches politisches Signal in Zeiten der Energiewende sieht“, teilte das Kraftwerk am Dienstag mit. Eine Woche zuvor hatte sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ablehnend zu dem Antrag geäußert. Atomgegner hatten rund 27.000 Protestunterschriften gegen den Antrag gesammelt und als Petition dem Landtag übergeben.

Das Kraftwerk wollte die thermische Reaktorleistung erhöhen. Dies wäre ohne Änderung der Technik möglich gewesen, es wäre lediglich die Betriebsweise der beiden Atommeiler geändert worden. Laut dem Kraftwerk hätte dies keine Auswirkungen auf die Sicherheit gehabt.

Gundremmingen gehört mehrheitlich dem Energiekonzern RWE, Eon ist ebenfalls beteiligt. Die beiden noch betriebenen Blöcke sollen in den Jahren 2017 und 2021 abgeschaltet werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

18.12.2013, 09:07 Uhr

Der bayerische Seehofer Horst von der CSU hat kein Rückgrat!! Dieser angebliche Bayernführer von der CSU wird sich noch umschauen, wenn die Kernkraftwerke in Bayern alle vom Netz gegangen sind! Dann kann der Horst Seehofer seinen Volk wieder die Landwirtschaft und eine Mangelgesellschaft näher bringen! Bauern- und Agrastaat Bayern wird es in Zukunft heißen und nicht mehr innovative Zukunft mit der Hightechbranche Kerkrafttechnik! Strommangel und Kostenexplosion im Stromsektor werden die unmittelbaren Folgen des Kernkraftwerkausstieg und der politisch diktierten Subventions-Energiewende sein! Und das alles wegen ca.30.000 ideologisch verbohrten Unterschriften von den [...]-organisationen Greenpeace, WWF, B.U.N.D usw.!!! [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×