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13.02.2015

10:13 Uhr

„Gute Marktbedingungen“

Kupferhütte Aurubis startet das Jahr mit Gewinnen

Vor einem Jahr stand im Schlussquartal noch ein Verlust zu Buche. Das neue Jahr konnte Aurubis mit einem deutlichen Gewinn beginnen. Das Unternehmen blickt nun insgesamt optimistisch in die Zukunft.

Die Kupferhütte erwartet im neuen Jahr ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. dpa

Lastwagen der Aurubis AG

Die Kupferhütte erwartet im neuen Jahr ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

DüsseldorfEuropas größte Kupferhütte Aurubis ist dank steigender Nachfrage mit einem Gewinn in das Bilanzjahr 2014/15 gestartet. Das maßgebliche Vorsteuerergebnis erreichte im Zeitraum Oktober bis Dezember 39 Millionen Euro, wie der Hamburger Konzern am Freitag mitteilte. Vor Jahresfrist war wegen technischer Probleme in der Hamburger Hütte und schwächelnder Nachfrage ein Verlust von drei Millionen Euro angefallen. Vorstandschef Bernd Drouven stimmten die „guten Marktbedingungen“ für das Gesamtjahr zuversichtlich. „Sowohl die Entwicklung der wichtigsten Märkte als auch unsere Programme zu Ergebnisverbesserung und Effizienzsteigerung dürften sich im laufenden Geschäftsjahr positiv auswirken.“

Er erwarte daher für das Geschäftsjahr 2014/15 ein deutlich über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis und eine leicht steigende Rendite auf das eingesetzte Kapital. Im Vorjahr hatte Aurubis, dessen größter Einzel-Aktionär mit 25 Prozent der Stahlkonzern Salzgitter ist, einen Vorsteuergewinn von 138 Millionen Euro verbucht und einen Nettogewinn von 99 Millionen.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Drouven, der bereits Vorstandsvorsitzender von 2007 bis 2011 war, war nach dem abrupten Abgang seines Nachfolgers Peter Willbrandt vom Aufsichtsrat wieder auf den Chefsessel zurückgekehrt. Er soll den Konzern maximal ein Jahr leiten, bis ein Nachfolger gefunden ist. Drouven verordnete Aurubis umgehend ein Sparprogramm und schloss auch einen Stellenabbau nicht aus.

Von

rtr

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