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13.08.2014

08:05 Uhr

Halbjahreszahlen

Salzgitter kann Verluste reduzieren

Ein Fehlbetrag von 4,2 Millionen Euro: Für den niedersächsischen Stahlkonzern Salzgitter ist das eine Erfolgsmeldung. Denn im Vorjahr waren die Verluste um einiges höher. Die Marktlage bleibt angespannt.

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG am Hochofen: Der Stahlkonzern kommt der Gewinnzone näher. dpa

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG am Hochofen: Der Stahlkonzern kommt der Gewinnzone näher.

DüsseldorfNach zwei verlustreichen Jahren rückt für den Stahlkonzern Salzgitter die Gewinnzone wieder in greifbare Nähe. Im ersten Halbjahr sank der Vorsteuerverlust auf 4,2 Millionen Euro nach einem Minus von 300,8 Millionen vor Jahresfrist, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Dabei schlugen 39,2 Millionen Euro positiv aus der Beteiligung an Europas größter Kupferhütte Aurubis zu Buche. Die Erlöse gingen in den ersten sechs Monaten allerdings um rund 400 Millionen Euro auf 4,549 Milliarden Euro zurück. Als Grund nannte der Vorstand den unverändert schwierigen Stahlmarkt mit nach wie vor bestehendem Kapazitätsüberhang in Europa sowie tendenziell fallende Rohstoffkosten.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Der Vorstand bekräftigte indes, nach den tiefroten Zahlen im vergangenen Jahr 2014 ein Vorsteuerergebnis nahe der Gewinnschwelle anzupeilen und einen Umsatz von knapp zehn Milliarden Euro. 2013 hatte Salzgitter bei einem Umsatz von 9,2 Milliarden einen Nettoverlust von nahezu einer halben Milliarde Euro verbucht. Die Stahlindustrie um Weltmarktführer Arcelor Mittal kämpft seit zwei Jahren mit einer schwachen Nachfrage, Preisdruck und Überkapazitäten.

Von

rtr

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