Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2016

13:29 Uhr

Handelsblatt-Energietagung

„Die Energiewende ist längst geschafft“

VonFranz Hubik

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel wähnt die Umstellung des Energiemarkts – weg von Atom und Kohle, hin zu Solar und Wind – auf gutem Weg. Volkswirtschaftliche Experimente lehnt er ab. Dennoch treibt ihn eine Sorge.

Vizekanzler Sigmar Gabriel sieht noch einige Baustellen bei der Energiewende. Dietmar Gust, Euroforum

23. Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft 2016

Vizekanzler Sigmar Gabriel sieht noch einige Baustellen bei der Energiewende.

BerlinAls Sozialdemokrat müsse er Pläne ja eigentlich lieben, witzelte Sigmar Gabriel. Aber bei einem „Masterplan“ für die Energiewende und den Kohleausstieg sei er vorsichtig. „Die Zukunft für das Jahr 2050 präzise beschreiben zu wollen, empfinde ich als ambitioniertes Vorhaben“, erklärte der Wirtschaftsminister am Dienstag auf der 23. Handelsblatt-Energietagung in Berlin. Natürlich gehe es darum, Ordnung in den Umbau des Energiesektors zu bringen, aber im Zentrum dieses Bemühens stehe „mehr Markt, weniger Staat“, so der Vizekanzler.

Volkswirtschaftliche Experimente habe es in der Vergangenheit schon eine Menge gegeben. „Wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht beliebig oft wiederholen“, sagte Gabriel. Nur der Markt sei in der Lage, die rund eineinhalb Millionen Stromerzeugungsanlagen in Deutschland mit dem Energiebedarf von Industrie und Bevölkerung zu koordinieren.

Gabriel unter Druck: Kampf um die Kohle

Gabriel unter Druck

Premium Kampf um die Kohle

Nach dem Automausstieg komm nun die Debatte über das Ende der Kohlekraft. Eine einflussreiche Denkfabrik sieht in ihrem Konzept den Ausstieg bis 2040 vor. Wirtschaftsminister Gabriel wird sich bald entscheiden müssen

Vor der versammelten Elite der deutschen und europäischen Energiebranche skizzierte Gabriel seine Vorstellungen, wie die Baustellen der Energiewende bestmöglich abgearbeitet werden können. Und davon gibt es viele. Schließlich befindet sich das Elektrizitätssystem in einem beispiellosen Umbruch.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet rasant voran. „Die Energiewende ist längst geschafft“, sagte Gabriel. Schließlich beträgt der Anteil von Biomasse, Solar-, Wind-, und Wasserkraft an der Stromproduktion bereits mehr als 33 Prozent. Bis 2020 dürfte Anteil auf rund 40 Prozent ansteigen.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Gleichzeitig lohnt sich die Stromerzeugung durch fossile Kraftwerke kaum noch. Die beiden größten Energieversorger in Deutschland, Eon und RWE, ziehen aus diesem Umstand radikale Konsequenzen und spalten die Unternehmen auf. Es könne auch in Zukunft noch große Stromkonzerne geben, erklärte Wirtschaftsminister Gabriel. Nachsatz: „Aber vielleicht ohne ein einziges Kraftwerk zu besitzen.“

Kommentare (35)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Frank Frei

19.01.2016, 13:48 Uhr

Die Energiewende ist geschafft .... und vom Stromkunden unter dem Steuerjoch teuer bezahlt.

Wahrscheinlich stellt sich Merkel bald hin und sagt mit der gleichen Logik: "Die Flüchtlingsmassen sind geschafft" - zahlen müssen ja immer nur andere :(

Herr Holger Narrog

19.01.2016, 13:54 Uhr

Phsik, Natur, Technik und Wirtschaft haben sich in den vergangenen Jahren nicht entsprechend den ökoreligiösen Visionen oder Illusionen der "Energiewende" verändert. Die Sonnen- und Windstromeinspeisung erfolgt nach wie vor entsprechend der Launen des Wetters, der Tages- und der Jahreszeit. Wind- und Solarstrom sind nach wie vor wertlos und umweltschädlich. Die Hauptlast der Netzstabilität, der Kapazitätsbereitstellung wird von umweltfreundlichen Kernkraftwerken und modernen Grosskraftwerken getragen.

Unverändert blieb auch die L..Medien die nach wie vor selektiv und sehr phantasiereich über die Energieversorgung berichten.

Sachlich verändert haben sich die Kosten für die Gesellschaft die mittlerweile 30 - 40 Mrd. €, EEG Vergütungen, Netzausbaukosten, EKF Fonds und die Lasten die man den traditionellen Kraftwerken, beispiel Kapazitätsbereitstellung, ohne Vergütung betragen. Die zu grossen Teilen staatlichen Versorger, RWE, ENBW... haben mittlerweile den grössten Teil ihrer Substanz eingebüsst. Voll funktionsfähige, umweltfreundliche Kernkraftwerke wurden in einer Aktion der an die Ayatollahs erinnert stillgelegt.

Ein wenig verändert hat sich die Wirtschaft als einige stromintensive Betriebe wie Giessereien, Edelstahlerzeugung etc. ihre Betriebsstätten verlegt haben.

Interessant ist wann die Erzeugungskapazitäten zu fehlen beginnen und erste grosse Stromausfälle geschehen. Ich nehme an, dass Fr. Merkel bis dahin aufgrund ihrer anderen Geistesblitze zurückgetreten sein wird.

Herr Alex Lehmann

19.01.2016, 13:55 Uhr

Boah ey, jetzt hört endlich mit den abgedroschenen Ablenkungsthemen auf! Ihr seit vollkommen aufgeflogen, CO2-Lüge, Flüchtlingskrise, etc.. Euch ist echt nicht mehr zu helfen und anscheinend bringt McKinsey keine guten Beratung mehr zu Tage, oder?
CO2-Treibhausgas = Produziert was geht (mal abgesehen von Rußpartikel), denn das brauchen unsere Pflanzen und wenn diese prächtig gedeihen, können Sie uns Nahrungsmittel in Hülle und Fülle liefern. Ach ups, hab ich ja die psychopatischen westlichen Eliten vergessen, die versuchen ja die Kontrolle über Nahrungsmittel zu erhalten, damit Sie Macht haben. Vergesst es, euer Spiel ist aus, durchschaut, aufgeflogen, gegen die Wand gefahren. Und mit welchen erbärmlichen Mitteln Ihr uns dumm gehalten habt, weil Ihr nichts zu bieten habt, ist eines Machtbessenen nicht würdig, Ihr elenden Versager

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×