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12.05.2016

15:11 Uhr

Hinkley Point

Britisches Kraftwerk kommt EDF teuer zu stehen

Rund 3,5 Milliarden Euro teurer als geplant: Für den Bau eines Kraftwerks in Großbritannien muss EDF wohl tiefer in die Tasche greifen als gedacht. Der Haupteigner des Versorgers hält jedoch an den Plänen fest.

An dieser Stelle soll das geplante Kraftwerk entstehen. Reuters

Südengland

An dieser Stelle soll das geplante Kraftwerk entstehen.

ParisEin geplanter AKW-Neubau in Großbritannien könnte den französischen Versorger EDF mehr Geld kosten als gedacht. Das Projekt „Hinkley Point“ werde womöglich umgerechnet rund 26,5 Milliarden Euro verschlingen, teilte das Unternehmen am Donnerstag vor seiner Hauptversammlung mit. Noch im Oktober wurden die Kosten auf rund 23 Milliarden Euro geschätzt. Auf EDF könnten 17,5 Milliarden Euro der Summe entfallen, der Rest auf den chinesischen Partner CGN.

Von der endgültigen Investitionsentscheidung bis zur Inbetriebnahme des ersten Reaktors dürften neuneinhalb Jahre vergehen, teilte EDF mit. Die Entscheidung ist bereits einige Male verschoben worden, zuletzt auf September. Zunächst müssten drei Bedingungen erfüllt sein, hatte der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron gesagt. Dazu zähle unter anderem die Stärkung der finanziellen Lage von EDF. Zudem müssten die Pläne zum Bau des Atomkraftwerks realisierbar sein und mit den Gewerkschaften beraten werden.

Die französische Regierung, die 85 Prozent an EDF hält, hat den Konzern trotz der hohen Kosten aufgefordert, am britischen Atom-Neubau festzuhalten. „Hinkley Point“ ist das erste neue AKW-Projekt in der Europäischen Union seit der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima 2011. Wegen der hohen Kosten trat zuletzt EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurück. Auch die Aufsichtsbehörden haben vor Risiken gewarnt.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Von

rtr

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