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16.08.2015

16:02 Uhr

Hitze belastet Stromnetze

Der Sommer wird für Verbraucher teuer

Europas Stromnetze arbeiten am Rande ihrer Kapazität. Die Probleme bei der Energiewende gehen mal wieder richtig ins Geld. Deutsche Stromkunden werden mit zweistelligen Millionenkosten belastet.

Weil die hohe Produktion von Sonnenstrom die Leitungen verstopft, musste in Nordostdeutschland teilweise die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke drastisch verringert werden. dpa

Sommer wird teuer

Weil die hohe Produktion von Sonnenstrom die Leitungen verstopft, musste in Nordostdeutschland teilweise die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke drastisch verringert werden.

BerlinDie wochenlange Hitzewelle wird die deutschen Stromverbraucher mit zweistelligen Millionenkosten belasten. Die Gründe dafür: Eine sehr hohe Produktion von Sonnenstrom aus Photovoltaik-Anlagen im Norden, viele Ökostromexporte nach Südosteuropa und enorme Probleme in Polen, wo der Strom knapp ist.

Weil das alles zusammen die Leitungen verstopft, musste in Nordostdeutschland teilweise die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke drastisch verringert werden. Deren Betreiber werden entschädigt, was die Verbraucher über die Netzentgelte mit der Stromrechnung bezahlen müssen.

„Wir geben seit der Hitzewelle jeden Tag grob 2,5 Millionen Euro aus für grenzüberschreitende Eingriffe mit unseren Nachbarn, um das Netz stabil zu halten“, sagte der Geschäftsführer Systembetrieb beim großen Netzbetreiber 50Hertz, Dirk Biermann, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Über den Daumen hat uns die Hitzewelle bisher schon 25 Millionen Euro gekostet.“ 50Hertz versorgt rund 18 Millionen Haushalte im Norden und Osten Deutschlands.

Am Freitag beliefen sich bei 50Hertz die Eingriffe ins Netz zeitweise auf 5745 Megawatt - das entspricht rechnerisch etwa der Leistung von vier Atomkraftwerken. Im Gesamtjahr erwartet Biermann im bundesweiten Stromnetz Kosten für Notmaßnahmen, um Blackouts zu verhindern, von bis zu 500 Millionen Euro, weil die geplanten Nord-Süd-Stromautobahnen fehlen: „Das wird ein sehr, sehr teures Jahr für Netzeingriffe gewesen sein.“

50Hertz lobt, dass die Koalitionsspitzen sich nach langem Streit mit Bayern auf den Bau großer Gleichstromtrassen nach Süden geeinigt hatten. „Aber wir werden noch ein paar Jahre ohne sie auskommen müssen“, meinte Biermann. Umso wichtiger seien aktuelle Netzausbau-Projekte wie die Thüringer Strombrücke oder die Uckermarkleitung, um Wind- und Solarstrom in den Süden zu bringen.

Kommentare (2)

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Frau Rosi Raubbau

17.08.2015, 10:33 Uhr

http://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/physik/bislang-energiereichstes-neutrino-gemessen-13372221

Fortschreitender Klimawandel, damit verbunden Hitzewellen, also brauchen wir kostengünstige Klimaanlagen - die unsere Temperaturen regulieren helfen plus keine Emissionen unser Klima zu schädigen.
Mit der neuen solaren Energie Neutrino-Energy werden neue, unkonventionelle Lösungen am Strommarkt entstehen, welche  die Kosten senken werden. Dazu hörte ich von Holger T. Schubart, Haupaktionär der Berliner Neutrino Inc., deren Schirmherr übrigens der einstige russische Präsident Gorbatschow ist, spannende News.
Schubart selbst, Sohn eines Kernphysikers und einer Chemikerin, verfolgte schon in seiner Jugend, also seit über 30 Jahren die Thematik ¨Neutrino-Energy¨ und ist heute überzeugt, dass wir die Energiewende noch effizienter als einst visioniert packen können. Weltweit, in 7 Sprachen konnte man in den letzten Tagen die Pressemeldungen wie einen Chor verfolgen bzgl. Neutrino Highspeed.
Die Revolution der zukunftsweisenden Energienutzung ist eingeleitet. Auch der von der Berliner Neutrino Inc. jetzt entwickelte Prototyp Neutrino/N-Cell strömt 24h &365 Tage im Jahr ununterbrochen, was Unmengen an Strom produzieren wird, die in neuer Weise als PowerCube=Mini-Kraftwerk den eigenen Haushalt massgeschneidert versorgt. Strom ohne Steckdose und Kabel kann grenzenlos über Codierungen unsere Haustechnik speisen - ähnlich wie das Internet alle Kommunikation vernetzt.

Herr Gernot Kloss

17.08.2015, 10:53 Uhr

Pumpspeicher mit schwimmendem Speicherteil sind überall einsetzbar und wären schon heute in der Lage, alte Kohle-Kraftwerke kurz- bis mittelfristig zu ersetzen und die Stromkosten radikal zu senken. Vornehmlich dadurch, dass sie bei hohem Strombedarf zusätzlichen Strom preismindernd in das Stromnetz einleiten. Je mehr von diesen Pumpspeichern und je öfter sie eingesetzt werden, um so nachhaltiger könnte das Stromnetz stabilisiert und die Stromkosten gesenkt werden.

Die Baukosten von zwanzig Pumpspeichern mit schwimmendem Speicherteil liegen bei einem Stückpreis von rund 50 Millionen Euro bei einer Milliarde Euro und damit z. B. deutlich unter denen des hochmodernen Kohle-Kraftwerks 4 in Datteln. Bei überwiegender Nutzung überschüssigen und damit kostenlosen Stroms aus Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen zum Füllen dieser Pumpspeicher sind ihre Verbrauchskosten extrem niedrig.

Zum Vergleich: Das Kohle-Kraftwerk 4 in Datteln wird für die gleiche Leistung dieser zwanzig Pumpspeicher pro Tag rund 8.600 t Steinkohle verbrauchen. Bei einem Preis von 80 Euro pro Tonne ergibt das Tageskosten von rund 690.000 Euro, die durch den großen Wasserbedarf bei Kohle-Kraftwerken auf über 700.000 Euro steigen. Die Verbrauchskosten von Gas-Kraftwerken liegen noch höher.

Das schon sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis von herkömmlichen Pumpspeichern wird durch Pumpspeicher mit schwimmendem Speicherteil nachhaltig verbessert. Aufgrund ihres Aufbaus ergeben sich äußerst niedrige Reibungsverluste und ein stark reduzierter Bedarf an Fremdstrom für das Füllen der Speicher.

Aufgrund der niedrigen Bau- und Betriebskosten von Pumpspeichern mit schwimmendem Speicherteil könnte ein umfangreicher Abbau von Kohle-Kraftwerken erfolgen. Bei alten Kohle-Kraftwerken, die steuerlich abgeschrieben sind und/oder eine Jahresauslastung von unter 80 % haben, sollte dies umgehend geschehen. Bei ihnen lohnt sich ein Austausch durch Pumpspeicher mit schwimmendem Speicherteil generell, zumal die .............

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