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15.12.2014

17:09 Uhr

IEA-Bericht

Das kurze Kohle-Comeback in Europa

VonDana Heide

In Europa ist es zwar schon wieder vorbei mit dem Kohle-Boom. Doch die Einsparungen in den OECD-Ländern bringen nur wenig: In Asien steigt die Nachfrage nach dem Klimakiller weiter.

Klimakiller Nummer Eins: Kohlekraftwerke. dpa

Klimakiller Nummer Eins: Kohlekraftwerke.

DüsseldorfDie Bilder sind immer wieder erschreckend: In Chinas Mega-Städten ist die Luft bisweilen so schlecht, dass man die Hand vor Augen fast nicht sieht. Schuld daran sind nicht nur die Autos in den Metropolen, sondern auch der enorme Verbrauch von Kohle als Energieträger.

Trotz Bemühungen weniger Kohle zu verbrennen, bleibt China auf lange Zeit Klimakiller Nummer eins. Das zeigt eine Studie der Internationalen Energieagentur (IEA), die am heutigen Montag vorgestellt wurde. Demnach wird der Kohleverbrauch in China bis 2019 um 2,6 Prozent jährlich wachsen. Damit steht das Land in den nächsten Jahren für drei Fünftel des weltweiten Wachstums des Kohleverbrauchs.

Für die USA und Europa geben die Energieexperten dagegen Entwarnung, in beiden Regionen wird die Nachfrage nach Kohle in den nächsten Jahren kontinuierlich sinken.

„Die Renaissance der Kohle in Europa war nur ein Traum“, schreiben sie in ihrem alljährlichen Mittelfrist-Kohle-Ausblick. Seit 2012 sinke die Nachfrage nach Kohle wieder. Als Gründe nennt die Energieagentur das geringe Wirtschaftswachstum, eine höhere Energieeffizienz, das Wachstum der Erneuerbaren Energien und die Stilllegung von Kohlekraftwerken.

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