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16.04.2014

20:29 Uhr

Industrieunternehmen

Neue Kreditlinie für Thyssen-Krupp

Auf Thyssen-Krupp lasten nach mehreren Verlustjahren Schulden in Milliardenhöhe. Nun hat der Industriekonzern sich mit einer Gruppe von Banken auf eine neue Kreditlinie von zwei Milliarden Euro geeinigt.

Dunkle Wolken über der Unternehmenszentrale von Thyssen-Krupp in Essen: Die neue Kreditlinie ersetze eine bestehende über 2,5 Milliarden Euro, die im Juli auslaufe. dpa

Dunkle Wolken über der Unternehmenszentrale von Thyssen-Krupp in Essen: Die neue Kreditlinie ersetze eine bestehende über 2,5 Milliarden Euro, die im Juli auslaufe.

LondonDer hochverschuldete Thyssen-Krupp-Konzern hat sich eine neue Kreditlinie gesichert. Thyssen-Krupp habe sich mit einer Gruppe von Banken auf den Abschluss einer Kreditlinie von zwei Milliarden Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren verständigt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Bankenkreisen. Diese ersetze eine bestehende Kreditlinie über 2,5 Milliarden Euro, die im Juli auslaufe.

Die neue Finanzierung wurde von einem Bankenkonsortium aus Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, BayernLB, BNP Paribas, Citigroup, Credit Agricole CIB, Deutsche Bank, HSBC and SEB begleitet. ThyssenKrupp bestätigte, dass eine Vereinbarung getroffen worden sei, wollte aber keine Details nennen.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Auf Thyssen-Krupp lasten nach mehreren Verlustjahren Schulden in Milliardenhöhe. Der Konzern hatte sich erst im Februar mit einer Anleihe 1,25 Milliarden Euro besorgt.

Von

rtr

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