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25.09.2013

17:05 Uhr

Insolventer Stromhändler

Flexstrom-Geschädigte können sich Hoffnung machen

Flexstrom ist der zweitgrößte Pleitefall auf dem deutschen Energiemarkt. Nun dürfen die Gläubiger hoffen, dass sie einen Teil ihrer Vorauszahlungen wiederbekommen. Der Insolvenzberater hat eine Zwischenbilanz gezogen.

Den Stecker gezogen: Von der Flexstrom-Pleite sind nach Angaben des Insolvenzverwalters rund 835.000 Gläubiger betroffen. dpa

Den Stecker gezogen: Von der Flexstrom-Pleite sind nach Angaben des Insolvenzverwalters rund 835.000 Gläubiger betroffen.

BerlinDie Kunden des insolventen Strom- und Gashändlers Flexstrom sollen zumindest einen Teil ihres zu viel bezahlten Geldes zurückbekommen. Noch sei nicht klar, wie groß die Insolvenzmasse sein werde, sagte Insolvenzverwalter Christoph Schulte-Kaubrügger am Mittwoch nach einer Gläubigerversammlung in Berlin. Er sei aber zuversichtlich, am Ende den Gläubigern anteilig etwas auszahlen zu können. Zur Insolvenzmasse gehörten vor allem Forderungen an ehemalige Flexstrom-Kunden, die Teile ihrer Rechnungen nicht bezahlt hatten.

Die Unternehmensgruppe, zu der außer Flexstrom auch die Gesellschaften Optimalgrün, Löwenzahn Energie und Flexgas zählen, hat insgesamt rund 835.000 Gläubiger. Schulte-Kaubrügger geht davon aus, dass der Fall damit das größte Insolvenzverfahren in der deutschen Geschichte ist. Die durchschnittliche Forderung dürfte aber lediglich bei etwa 140 Euro pro Gläubiger liegen, sagte er.

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Einen Überblick über die verfügbaren Vergleichsrechner im Netz liefert Google.

Quelle: Stern.de, Verbraucherschützer, Check24

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Der Berliner Anbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten vielfach erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten. Ein großer Teil der Kunden kündigte aber schon nach einem Jahr. Viele von ihnen warten noch immer darauf, dass das Unternehmen zugesagte Prämien und andere Vorauszahlungen erstattet.

Flexstrom hatte wegen Zahlungsunfähigkeit im April Insolvenz angemeldet. Das Verfahren wurde Anfang Juli eröffnet. Bislang hätten von den 835.000 Betroffenen 130.000 ihre Forderungen mit einer Summe von etwa 70 Millionen Euro geltend gemacht, sagte Schulte-Kaubrügger. Der Insolvenzverwalter hatte sie aufgefordert, bis zum 30. Dezember 2013 zu melden, wie viel ihnen zustehe. Ein Prüftermin ist für März geplant.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

25.09.2013, 17:59 Uhr

" Der Insolvenzverwalter hatte sie aufgefordert, bis zum 30. Dezember 2013 zu melden, wie viel ihnen zustehe."

Stimmt nicht! Er hat mich nicht aufgefordert! Ich wußte bis heute nicht, wer den Insolvenzverwalter überhaupt macht. Er macht schlampige Arbeit. Trotz Strafantrag meinerseits gegen den Vorstand von Flexstrom, landet nichts bei ihm, woraufhin er reagieren könnte und dann, siehe oben, auffordern könnte. Er hat weder die Kundendaten gesichtet, noch deren Vorauszahlungen, die unterschlagen wurden, berücksichtigt. Er kann lediglich Aktiva, wenn vorhanden, zusammenzählen.
Da nun, dank Handelsblatt und Kommissar Zufall, der Name des Insolvenzverwalters den Kunden bekannt wurde, kann auch ich nach den Adressdaten googeln und meine Forderungen einreichen, die er dann auch gnädigerweise zur Kenntnis nehmen und verwenden kann.
Beinahe hätte ich "Pflaume" als Statement abgegeben.

jupie

28.09.2013, 08:16 Uhr

@pappalapapp:
Ich kann die Kritik an dem Insolvenzverwalter nicht teilen. Vor drei Wochen habe ich die Unterlagen für meine Forderungen per Post bekommen. Sogar die Beträge waren schon korrekt eingetragen.
Ich musste nur noch unterschreiben und mit dem beiligenden Briefumschlag zurückschicken. Vorbildlich.
Ich hoffe, dass ich einen Grossteil des im voraus gezahlten Betrages zurückbekomme.

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