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21.02.2013

14:10 Uhr

Jahresbilanz

Ölkonzern OMV legt Rekordergebnis vor

Der österreichische Ölkonzern hat seinen Gewinn um 35 Prozent gesteigert. OMV profitierte von der wieder angelaufenen Produktion in Lybien. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.

Ölraffinerie von OMV. Der Ölkonzern hat 2012 einen Gewinnsprung geschafft. Reuters

Ölraffinerie von OMV. Der Ölkonzern hat 2012 einen Gewinnsprung geschafft.

FrankfurtDer österreichische Öl- und Gaskonzern OMV blickt nach dem Rekordergebnis 2012 optimistisch in die Zukunft. "Die Produktion in Libyen und im Jemen ist wieder so hoch wie vor der Krise", sagte Vorstand Jaap Huijskes am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Dort war es wegen anhaltender Proteste gegen die Regierungen und Straßenkämpfen zu Lieferunterbrechungen gekommen. Nach der Wiederaufnahme der Förderung in den beiden Ländern und auch dank neuer Projekte dürfte sich die Produktion dieses Jahr stabilisieren und 2014 sogar steigen, stellte Huijskes in Aussicht.

OMV sei auf gutem Weg, die für 2016 geplante Fördermenge von 350.000 Barrel pro Tag zu erreichen, merkte er an. Besonders im Blick hat OMV Rohstoffvorkommen am Schwarzen Meer, in der Nordsee und in Pakistan. Auch im Nordirak baut OMV Testbohranlagen.

Beim Problemkind Gasgeschäft erwartet OMV 2013 Entlastungen, weil die Beteiligung EconGas ab April mit der russischen Gazprom über die Einkaufspreise nachverhandeln kann. Diese sind an den Ölpreis gekoppelt und höher als die Preise, die der Zwischenhändler EconGas selbst am Markt erzielen kann. "Wir sind bemüht, den Preis so schnell und so viel wie möglich anzupassen", sagte Bereichsvorstand Hans-Peter Floren.

Doch werde eine Differenz bleiben, schränkte er ein. 2012 sank der operative Gewinn des Gas- und Energiegeschäfts von OMV um 23 Prozent. Auch deutschen Konkurrenten wie RWE oder E.ON macht die Preisdifferenz zu schaffen. Mit E.ON hat sich Gazprom bereits auf niedrigere Preise geeinigt.

Mit der Entwicklung im abgelaufenen Jahr zeigte sich der Vorstand aber insgesamt sehr zufrieden. "Ich darf ihnen heute vom besten Jahr in der Geschichte der OMV berichten", sagte Konzernchef Gerhard Roiss. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden, denen OMV eine um zehn Cent höhere Dividende von 1,20 Euro je Aktie zahlen will.

Die Staaten mit dem größten Öldurst

Rang 10

Taiwan

Der Inselstaat importiert rund 1,0 Millionen Fass Öl am Tag. Ein Fass (Barrel) Öl entspricht rund 159 Litern. Taiwan rangiert auf dem zehnten Platz der Ölverbraucher.

Quelle: Internationale Energieagentur (EIA), Stand: August 2012

Rang 9

Italien

Die Bewohner des Stiefelstaats importieren rund 1,3 Millionen Fass Öl am Tag.

Rang 8

Spanien

Die gleiche Menge Rohöl führt Spanien ein. Dort sind es 1,3 Millionen Barrel am Tag.

Rang 7

Frankreich

Etwas mehr importieren die Nachbarn nördlich der Pyrenäen: Dort sind es 1,7 Millionen Fass Öl täglich.

Rang 6

Südkorea

Noch etwas mehr Öl schnappt sich Südkorea. Das Land importiert 2,3 Millionen Fass Öl.

Rang 5

Deutschland

Der Öldurst Deutschlands ist ähnlich groß wie von Südkorea: 2,3 Millionen Fass Öl importieren die Deutschen täglich.

Rang 4

Indien

Die gleiche Menge des Energieträgers wie Deutschland führt Indien ein. Das aufstrebende Land kommt auf 2,3 Millionen Fass Öl.

Rang 3

Japan

Deutlich mehr Volumen des Energieträgers führen die Japaner ein. Dort sind es 4,3 Millionen Fass täglich. Der Inselstaat ist damit der drittgrößte Ölimporteur der Welt.

Rang 2

China

Noch mehr des Rohstoffs holt die Volksrepublik ins Land. 5,5 Millionen Fass importieren die Chinesen täglich.

Rang 1

USA

Mit Abstand das meiste Erdöl importieren die USA: Mit 8,7 Millionen Fass täglich liegen die Amerikaner an der Spitze.

Neben der wieder in Gang gekommenen Produktion in den afrikanischen Krisenstaaten halfen OMV im abgelaufenen Jahr auch eine stabilisierte Produktion in Rumänien und Österreich und ein stärkerer Dollar. Zudem schlug sich OMV im Raffinerie- und Tankstellengeschäft gut, das den operativen Gewinn verdoppeln konnte.

Der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Clean CCS Ebit) kletterte im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen knapp. Der bereinigte Überschuss vor Sondereffekten erhöhte sich um 42 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf 42,6 Milliarden Euro. Am Markt zeigte die Bilanz keine nachhaltige positive Wirkung. Nach anfänglichen Gewinnen verlor die OMV-Aktie bis zum Mittag 2,15 Prozent, weil Anleger Gewinne mitnahmen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.02.2013, 10:34 Uhr

Da wurden die Autofahrer wieder gut über den Tisch gezogen!
Tja, wenn der Wettbewerb fehlt.

VirgilBestea

21.02.2013, 11:18 Uhr

Lieber Fredi,

Goethe hat einmal gesagt: Man hört nur was man versteht :-) Also sei nicht so kindisch und glaube nicht an den Weihnachtsmann. Mindestens in dieser Jahreszeit. Weißt du was SNP bedeutet. Einfach Societatea Nationala Petrol. Ist eine Tochtergesellschaft von OMV, die in Rumänien sich befindet. Also nur zum Vergleichen: 885.5 Millionen Euro Netto Ergebnis bei Petrom und 1,363 Milliarden bei OMV, die mit 51% beteiligt ist. Und noch was schönes: Netto Verschuldungsgrad bei OMV 25,8 % und bei Petrom 7%. Falls du nicht weißt was mit Rumänien ist, kannst du gerne einen Beitrag von gestern lesen, wo drin stet wie Rumänien und Bulgarien Geld für die Schulden brauchen :-) Wenn du weiter OMV kaufst oder auf SNP umsteigst ist deine Entscheidung. Falls du aber ein Freund von Goethe sein willst, dann würde auch deine Aktienwelt ein bisschen mehr Substanz bekommen und nicht nur glanz :-) Best E A

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