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03.11.2016

10:54 Uhr

Klöckner & Co.

Stahlhändler macht wieder Gewinn

Vor allem dank der Konzentration auf profitablere Produkte schafft es der Stahlhändler Klöckner & Co. zurück in die Gewinnzone. Nach einem Rekordverlust im Vorjahr übertreffen die Duisburger die Erwartungen.

Der Duisburger Stahlhändler ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. dpa

Klöckner & Co.

Der Duisburger Stahlhändler ist in die Gewinnzone zurückgekehrt.

DüsseldorfDer Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) kommt nach dem vergangenen Krisenjahr wieder in Schwung. Im dritten Quartal sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 71 Millionen Euro mehr als verdoppelt worden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 67,7 Millionen Euro gerechnet.

Unter dem Strich fuhr KlöCo einen Gewinn von 31 Millionen Euro ein nach einem Verlust von neun Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies sei unter anderem einer stärkeren Konzentration auf profitablere Produkte zu verdanken gewesen.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Das Unternehmen konkretisierte seine Prognose und erwartet im Gesamtjahr ein Ebitda von 180 bis 190 Millionen Euro und ein positives Konzernergebnis. 2015 hatte KlöCo einen Rekordverlust von 349 Millionen Euro eingefahren.

Von

rtr

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