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05.10.2015

10:25 Uhr

Kommentar zu K+S

Endlich klare Worte aus Kanada

VonMaike Telgheder

Potash gibt den Kampf um K+S auf. Das liegt weniger am zähen Widerstand des Dax-Konzerns als an den widrigen Marktbedingungen. Trotzdem ist es gut, dass Potash sich auf seine eigenen Probleme konzentriert. Ein Kommentar.

Konkurrent Potash hat den Angriff auf den Dax-Konzern abgeblasen. AFP

K+S-Bergwerk in Philippsthal

Konkurrent Potash hat den Angriff auf den Dax-Konzern abgeblasen.

DüsseldorfDer kanadische Düngemittelkonzern Potash Corporation bläst offiziell die Übernahmepläne des Dax-Konzerns K+S ab. Ein Verdienst des klaren Widerstands des K+S-Managements? Sicher, das hatte entscheidenden Anteil. Aber aktuell sind es vor allem die Marktturbulenzen an den Börsen und eine nachlassende Nachfrage auf dem Kalimarkt, die Potash bewegen, seinen Übernahmevorschlag offiziell zurückzuziehen.

An der Sinnhaftigkeit eines Zusammenschlusses zweifelt Potash grundsätzlich nicht. Nur haben sich die Bedingungen für Potash noch einmal verschlechtert, eine Übernahme zum Erfolg zu machen.

Maike Telgheder ist Redakteurin in Ressort Unternehmen und Märkte. Pablo Castagnola

Die Autorin

Maike Telgheder ist Redakteurin in Ressort Unternehmen und Märkte.

Das K+S Management hat den Preis von 41 Euro je Aktie stets als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Und auch wenn der Preis angesichts der Kursverluste bei K+S in den letzten Wochen einen satten Aufschlag geboten hätte: Um K+S in die Bücher zu schauen, hätte Potash eben doch nachlegen müssen, um das K+S-Management dafür zu gewinnen. Ohne Due Dilligence aber wollte Potash-Chef Jochen Tilk K+S nicht übernehmen, anders als manch anderer Manager im Potash-Vorstand, in dem Teile sogar eine feindliche Übernahme favorisiert hatten.

Einen Aufschlag auf die 41 Euro wiederum hätte Potash gegenüber den Investoren nicht vertreten können. Nicht angesichts der gesunkenen Börsenkurse und dem stotternden Kalimarkt. Deshalb ist es gut, dass Potash die Reißleine gezogen hat.

Kein Gebot für K+S: Potash streckt die Waffen

Kein Gebot für K+S

Potash streckt die Waffen

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash hat den Übernahmeversuch des deutschen Konkurrenten K+S abgeblasen. Ein Zusammenschluss der Unternehmen sei nicht mehr im Interesse der Aktionäre. Die K+S-Aktie stürzt ab.

So macht der Konzern deutlich, dass man sich jetzt wieder auf das eigene Geschäft konzentriert. Denn dort läuft im Düngemittelbereich längst nicht alles rund, wie die jüngsten Quartalzahlen gezeigt haben. Der Börsenkurs von Potash hat seit dem Sommer weit mehr als ein Drittel an Wert verloren.

Gut also, dass Potash jetzt so ein klares Signal in die Märkte schickt. So viel Klarheit hätte man sich aber nicht erst bei der Absage sondern während des Annährungsprozesses gewünscht, in dem Informationen etwa über Gespräche mit Politikern scheibchenweise in den Markt sicherten.

Eine klare Kommunikationsstrategie hätte für Potash vielleicht auch eher Erfolge gebracht.

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