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10.08.2015

17:24 Uhr

Kommentar zu RWE

Warum Terium es Teyssen nicht nachmachen kann

VonJürgen Flauger

Der Konzernumbau bei RWE ist nicht so spektakulär wie beim Rivalen Eon. Für RWE-Chef Peter Terium hat angesichts der schwierigen Machtverhältnisse keine Alternative zu kleinen Schritten. Ein Kommentar.

Die Machtverhältnisse zwingen den RWE-Chef zu einer Politik der kleinen Schritte. dpa

Peter Terium

Die Machtverhältnisse zwingen den RWE-Chef zu einer Politik der kleinen Schritte.

DüsseldorfEs kommt auf die Perspektive an. Gemessen an der Revolution, die Eon-Chef Johannes Teyssen in Düsseldorf anzettelt, nimmt sich der Umbau von RWE-Chef Peter Terium bescheiden aus. Während Teyssen nicht weniger als das Kerngeschäft, die Stromproduktion, abspaltet, belässt es Terium bei einer Straffung der Strukturen – und behält die Kraftwerke explizit bei.

Die Anzahl der GmbHs im RWE-Reich soll um 30 Prozent, die Anzahl der Aktiengesellschaften um 60 Prozent und die Anzahl der Aufsichtsratsgremien sogar um 70 Prozent reduziert werden. Damit will der Konzern den Bürokratieaufwand reduzieren und Entscheidungen beschleunigen. Ein Arbeitsplatzabbau soll bei dem Umbau nicht im Vordergrund stehen.

Umbau beim Energiekonzern: Alle Macht für die RWE-Zentrale

Umbau beim Energiekonzern

Alle Macht für die RWE-Zentrale

Der Aufsichtsrat von RWE beschließt die Pläne von Vorstandschef Peter Terium, den Energiekonzern umzubauen. Terium erhält in Zukunft mehr Macht. Der Vorstand wird aufgestockt, Tochterunternehmen werden aufgelöst.

Gemessen an dem, was bei RWE machbar ist, kommt die Umstrukturierung aber sehr wohl einer kleinen Revolution gleich. Terium muss mit viel schwierigeren Machtverhältnissen zurechtkommen wie Teyssen. Es muss nicht nur auf zwei Gewerkschaften, IGBCE und Verdi, Rücksicht nehmen, sondern neben den „normalen“ Aktionären auch auf die einflussreichen kommunalen Aktionären.

Kaum ein deutscher Großkonzern hat einen ähnliche komplexen Aufsichtsrat wie RWE. Die Arbeitnehmer achten auf die Mitbestimmung, die Kommunen auf Standortinteressen. Zu seiner Strategie des „Schritt für Schritt“ hat Terium schlichtweg keine Alternative.

In diesem schrittweisen Vorgehen ist es ja auch mehr als denkbar, dass die Abspaltung der Kraftwerkssparte nur aufgeschoben ist – und in einem späteren Schritt vollzogen wird. Je mehr die Gewinne in der Stromproduktion dahin schmelzen, umso mehr wird auch der Widerstand bröckeln.

Es bleibt für RWE und seine Mitarbeiter nur zu hoffen, dass der Energiekonzern die einzelnen Schritte schnell genug machen kann. Allzu viel Zeit hat RWE schließlich nicht. Es geht um nicht weniger als um die Existenz.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Kommentare (3)

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Herr otto r. kristek

10.08.2015, 19:22 Uhr

Ja so sind sie halt
großkonzerne und soz volkswirtschaften des 20.jahrhunderts
von diktatoren und einer nomenklatura beherscht
können sie nur in monopolistischen struckturen überleben
[...]
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Peter Delli

10.08.2015, 20:00 Uhr

Wo wohl die Rückstellungen für den Atom-Müll landen. Mir scheint die Kohle wird man noch lange suchen.

Account gelöscht!

11.08.2015, 07:49 Uhr

Die staatlich diktierte Energiewende und das marktfeindliche = gesellschaftsfeindliche EEG in Verbindung mit dem politischen Diktat eines Kernkraftausstieg und der ideologischen CO2 Verteufelung wird dafür sorgen, dass in Zukunft weder ein Energie-Stromkonzern noch ein andere Konzern bzw. Unternehmen der deutschen Volkswirtschaft in Deutschland einen wirtschaftlichen Mehrwert mehr erreichen kann. Energiewende/EEG/Kernkraftausstiegszwang = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug danach der Mangel und zum Schluss die Armut. Deutschland läuft einer dunklen Zukunft entgegen. Diese dunkle Zukunft haben wir der Willkür und markt- = gesellschaftsfeindlichen Grün-Sozialistischen Politik unter der Führung des Merkel-Union Diktat zu verdanken!

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