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12.09.2014

08:02 Uhr

Kraftwerke im Fokus

RWE muss noch mehr sparen

Der Energiekonzern RWE hat ein ambitioniertes Sparziel: Medienberichten zufolge möchte der Konzern seine Kosten in der Kraftwerkssparte um mehrere hundert Millionen Euro drücken. Die Gewerkschaften sind besorgt.

Das RWE-Braunkohlekraftwerk nahe Garzweiler. Der Energiekonzern möchte noch weitere hundert Millionen einsparen. Wird es Entlassungen geben? Reuters

Das RWE-Braunkohlekraftwerk nahe Garzweiler. Der Energiekonzern möchte noch weitere hundert Millionen einsparen. Wird es Entlassungen geben?

BerlinDer Energiekonzern RWE will einem Zeitungsbericht zufolge die Kosten in seiner Kraftwerkssparte noch stärker verringern. Das Sparziel für den Bereich RWE Generation solle von derzeit 800 Millionen Euro um mehrere hundert Millionen Euro erhöht werden, berichtete die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Insider im Aufsichtsrat.

Die Strategie solle bei einer Sitzung des Aufsichtsrats am 19. September abgesteckt werden. Eine RWE-Sprecherin bestätigte gegenüber der Zeitung, dass die Kosten in der Kraftwerkssparte stärker als bisher geplant verringert werden sollten. Konkrete Zahlen nannte sie aber nicht. RWE war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Welche Kraftwerke RWE abschalten will

Amer 8

Der Energieversorger RWE will in den nächsten Jahren zahlreiche Kraftwerke aus dem Markt nehmen. Darunter ist auch das Steinkohlekraftwerk Amer 8 in den Niederlanden. Die Anlage mit einer Erzeugungskapazität von 610 Megawatt soll Anfang 2016 stillgelegt werden.

Moerdijk 2

Die meisten der Anlagen, die RWE aus dem Markt nehmen will, sind Gaskraftwerke, wie etwa Moerdijk 2 in den Niederlanden. Die Anlage hat eine Erzeugungskapazität von 430 Megawatt und soll bereits Ende dieses Jahres langfristig konserviert werden.

Gersteinwerk F und Gersteinwerk G

Auch die Anlagen Gersteinwerk F und Gersteinwerk G sollen eingemottet werden. Gersteinwerk F noch in diesem Jahr und Gersteinwerk G Mitte 2014. Die Gaskraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 355 Megawatt und stehen in Deutschland.

Weisweiler H und Weisweiler G

Weisweiler H und Weisweiler G arbeiten ebenfalls mit Gas. Die deutschen Kraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 270 Megawatt und sollen bis Oktober 2013 langfristig konserviert werden.

Emsland B und Emsland C

Die deutschen Gaskraftwerke Emsland B und Emsland C haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 360 Megawatt und sollen bis Mitte 2014 zumindest in den Sommermonaten abgeschaltet werden.

Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich besorgt. „Entlassungen darf es bei RWE nicht geben“, sagte Hans Peter Lafos, der für Verdi im RWE-Aufsichtsrat sitzt. Ein Vertrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen, der Kündigungen bei RWE verbietet, läuft Ende des Jahres aus. RWE hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis zum Jahr 2016 in der Kraftwerkssparte 2.300 der einst 16.800 Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Teito Klein

12.09.2014, 10:47 Uhr

Wenn die Sonne untergeht
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RWE will noch mehr Kraftwerke abschalten als bisher bekannt.
Bisher waren sie die Lizenz zum Gelddrucken.
Nach der überstürzten "Energiewende" sind sie Verlustbringer.
Aber die Regierung will das nicht zulassen. Sie werden als Backup-Kraftwerke gebraucht, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Der Energiekonzern RWE hat ein ambitioniertes Sparziel: Medienberichten zufolge möchte der Konzern seine Kosten in der Kraftwerkssparte um mehrere hundert Millionen Euro drücken. Die Gewerkschaften sind besorgt.

Die Gewerkschaften sind also "besorgt".
„Entlassungen darf es bei RWE nicht geben“.
Sie können ja in die Solarbranche wechseln. Das ist doch angeblich eine "Erfolgsstory"!
Und neue Firmen schießen wie Pilze aus dem Boden.
Oder sterben sie wie die Fliegen?

Herr Eberhard Steinweg

12.09.2014, 18:34 Uhr

Man muss die Fuehrungsebene dieser Konzerne mit Politikern besetzen. Die sind die einzigen, die in dieser schwierigen Zeit wissen, was zu tun ist.

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