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01.08.2013

19:40 Uhr

Kupferhütte

Aurubis schreibt überraschend rote Zahlen

Die größte Kupferhütte Europas überrascht Analysten mit einem zweistelligen Millionenminus. Eigentlich seien die Geschäfte gar nicht so schlecht gelaufen, heißt es, doch die niedrigen Edelmetallpreise bereiten Probleme.

Das Werk Ost der Aurubis AG in Hamburg: Schwankende Edelmetallpreise bescheren dem Konzern Verluste im dritten Quartal. dpa

Das Werk Ost der Aurubis AG in Hamburg: Schwankende Edelmetallpreise bescheren dem Konzern Verluste im dritten Quartal.

HamburgEuropas größte Kupferhütte Aurubis ist im dritten Geschäftsquartal überraschend in die roten Zahlen geraten. Im Zeitraum April bis Juni sei ein Vorsteuerverlust von acht Millionen Euro verbucht worden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 74 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Das Hamburger Unternehmen, an dem der Stahlkonzern Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, begründete dies vor allem mit der stichtagsbezogen niedrigeren Bewertung von Kupfer- und Edelmetallbeständen sowie von Absicherungsgeschäften. Das eigentliche Geschäft sei "gar nicht so schlecht gelaufen", erläuterte eine Sprecherin. Für das Schlussquartal rechne Aurubis weiterhin mit einer guten operativen Performance.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2012/2013 bekräftigte Aurubis die Prognose eines niedrigeren operativen Vorsteuergewinns. Im Vorjahr hatte der Konzern einen Vorsteuergewinn von 296 Millionen Euro erzielt.

Aurubis macht der schwankende Kupferpreis schon seit längerem zu schaffen. Am Donnerstag notierte das rote Industriemetall, das überall dort verwendet wird, wo Strom fließt, etwas oberhalb von 7000 Dollar je Tonne.

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