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08.07.2015

15:04 Uhr

Lafarge-Holcim

Megafusion in Zementbranche bald perfekt

Mehr als 80 Prozent der Lafarge-Aktionäre tauschen ihre Aktien in Holcim-Anteilsscheine – die Fusion der beiden Zementhersteller ist damit fast perfekt. Sie schafft einen Brancheführer mit rund 30 Milliarden Euro Umsatz.

Der Fusion von Holcim-Lafarge steht nichts mehr im Wege. AFP

Mega-Fusion der Zementhersteller

Der Fusion von Holcim-Lafarge steht nichts mehr im Wege.

ZürichDie Megafusion der beiden Zementkonzerne Holcim und Lafarge biegt nach mehr als einem Jahr auf die Zielgerade ein. Holcim wurden im Rahmen des Umtauschangebots 87,5 Prozent des Lafarge-Aktienkapitals und 81,5 Prozent der Stimmrechte angedient, wie das Schweizer Unternehmen am Mittwoch unter Berufung auf vorläufige Zahlen bekanntgab. Erforderlich war die Annahme durch mindestens zwei Drittel der Lafarge-Aktionäre. Holcim offerierte für zehn Lafarge-Titel neun eigene Anteilsscheine. Vollzogen werden soll die Fusion noch in diesem Monat.

Der letzte Schritt in dem 40 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss galt als Formsache, nachdem Holcims Eigentümer im Mai der lange Zeit in der Schwebe hängende Fusion zugestimmt hatten. Erst mit einer Preisanpassung zugunsten Holcims und der Entmachtung von Lafarge-Chef Bruno Lafont konnte sich Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle, der auch der starke Mann beim neuen Branchenriesen sein wird, die eigenen Aktionäre hinter sich scharen. Holcim ist gegenwärtig in besserer Verfassung als Lafarge.

Zusammen erwirtschaften Holcim und Lafarge mit etwa 115.000 Mitarbeitern rund 30 Milliarden Euro Umsatz - mehr als doppelt so viel wie der deutsche Konkurrent HeidelbergCement. Die Zustimmung der Kartellwächter zu dem Deal sicherten sich die beiden Unternehmen durch den Verkauf von Zementwerken und Anlagen im Wert von 6,5 Milliarden Euro an den irischen Rivalen CRH.

Mit dem Zusammenschluss wollen die Schweizer und Franzosen in dem von Überkapazitäten geplagten Markt nach einer jahrelangen Stagnation endlich mehr verdienen. Bis die beiden Firmen vollständig zusammengeführt und die angepeilten Synergien von 1,4 Milliarden Euro gehoben sind, dürfte es drei Jahre dauern. Ein größerer Stellenabbau ist nicht geplant.

Von

rtr

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