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27.11.2014

21:32 Uhr

Laut Medienbericht

Eon verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Eon soll laut Medienbericht sein Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro verkaufen. Am Freitag wird der Aufsichtsrat darüber entscheiden. Vorstandschef Teyssen will sich nun aufmachen in neue Gefilde.

Das Eon-Logo am Eingang der Zentrale Düsseldorf: Einem Medienbericht zufolge verkauft der Konzern sein Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden. dpa

Das Eon-Logo am Eingang der Zentrale Düsseldorf: Einem Medienbericht zufolge verkauft der Konzern sein Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden.

BerlinDer Energiekonzern E.ON steht einem Medienbericht zufolge unmittelbar vor dem Verkauf seines Spanien-Geschäftes für 2,5 Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat des Konzerns werde die Transaktion auf einer Sitzung am Freitag genehmigen, berichtete das "Wall Street Journal Deutschland" am Donnerstagabend unter Berufung auf mehrere mit dem Vorhaben vertraute Personen.

Käufer sei ein Konsortium um die australische Bank Macquarie und einem kuwaitischen Staatsfonds. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in dieser Woche bereits berichtet, dass sich E.ON grundsätzlich mit Macquarie über den Verkauf einig sei. E.ON lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Düsseldorfer beschäftigen in Spanien rund 1200 Mitarbeiter. Der Konzern betreibt Kraftwerke und Ökostromanlagen mit einer Leistung von rund vier Gigawatt. Der Marktanteil im Stromvertrieb ist mit rund 630.000 Kunden indes überschaubar.

Auch für die Italien-Geschäfte liegen E.ON verbindliche Angebote vor, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters sagten. E.ON hatte unter Ex-Vorstandschef Wulf Bernotat sein Wachstum in Südeuropa gesucht, nachdem der Konzern 2007 das Bieterrennen um den spanischen Marktführer Endesa verloren hatte. Die Düsseldorfer blätterten 11,5 Milliarden Euro für die Zukäufe hin. Etwa die Hälfte davon wird E.ON wohl endgültig abhaken müssen.

War E.ON damals bereit, für Endesa über 42 Milliarden Euro zu zahlen, drücken den unter der Energiewende leidenden Versorger heute Schulden von 31 Milliarden Euro. Bernotats Nachfolger Johannes Teyssen setzt zudem auf neue Geschäfte in Brasilien und der Türkei.

Von

rtr

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