Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.11.2013

13:59 Uhr

Leuchtenindustrie

Verluste bei Hess AG in Millionenhöhe

Die angehäuften Verluste der insolventen Hess AG sind deutlich höher als gedacht: Die Bilanzen müssen um mehrere Millionen Euro nach unten korrigiert werden Die Hess AG hatte bereits im Januar Insolvenz angemeldet.

Das Gebäude des Leuchten-Spezialisten Hess AG. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Ex-Vorstände wegen Bilanzfälschung. dpa

Das Gebäude des Leuchten-Spezialisten Hess AG. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Ex-Vorstände wegen Bilanzfälschung.

StuttgartDie über die Jahre von der insolventen Hess AG angehäuften Verluste sind einer neuen Untersuchung zufolge deutlich höher als gedacht. Die Bilanzen der Jahre 2007 bis 2012 müssten um mindestens 45 Millionen Euro nach unten korrigiert werden, sagte Insolvenzverwalter Volker Grub am Mittwoch in Stuttgart. Das habe eine von ihm in Auftrag gegebene Untersuchung der Jahresabschlüsse ergeben. Den größten Anteil der Ergebniskorrekturen machten durch Scheinrechnungen fingierte Umsätze aus, hinzu kämen unter anderem nichtbilanzierte Risiken und Wertberichtigungen.

Die Hess AG hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Zuvor waren die beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie und gegen weitere Verdächtige unter anderem wegen Bilanzfälschung. Hess und Ziegler haben die Vorwürfe mehrfach bestritten. Der Leuchtenhersteller Nordeon hatte im Oktober alle für den Geschäftsbetrieb notwendigen Teile der Hess AG sowie Standorte in Stockholm und den USA übernommen. Sie werden als GmbH weitergeführt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×