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06.11.2013

11:23 Uhr

Medienbericht

RWE will Kraftwerkssparte weiter stutzen

Mit vielen Kraftwerken verdient RWE kein Geld. Deswegen will der Energiekonzern die Sparte verkleinern, rund 2500 Stellen will er streichen. Im gesamten Konzern könnten noch mehr Jobs wegfallen.

RWE-Kraftwerk in Rheidt: Der Energiekonzern muss sparen. Reuters

RWE-Kraftwerk in Rheidt: Der Energiekonzern muss sparen.

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE baut laut einem Medienbericht angesichts der abgestürzten Strom-Großhandelspreise tausende Jobs in seinen Kraftwerken ab. Wie die „Rheinische Post“ (Mittwoch) unter Berufung auf Betriebsratskreise berichtet, geht es aktuell um rund 2500 Stellen. Die Zeitung beruft sich in dem Bericht auf eine Betriebsrätekonferenz der RWE-Kraftwerkssparte in Alsdorf vom Dienstag dieser Woche. RWE kommentierte die Zahl nicht. Nähere Informationen zum geplanten Stellenabbau werde es wie angekündigt am 14. November bei der Vorlage der Quartalszahlen geben, sagte eine Sprecherin.

Das Unternehmen hatte bereits Ende September eine Halbierung der Dividende und Einschnitte beim Personal in der Kraftwerkssparte angekündigt. Damals war in ebenfalls unbestätigten Medienberichten von 3000 Stellen die Rede.

Welche Kraftwerke RWE abschalten will

Amer 8

Der Energieversorger RWE will in den nächsten Jahren zahlreiche Kraftwerke aus dem Markt nehmen. Darunter ist auch das Steinkohlekraftwerk Amer 8 in den Niederlanden. Die Anlage mit einer Erzeugungskapazität von 610 Megawatt soll Anfang 2016 stillgelegt werden.

Moerdijk 2

Die meisten der Anlagen, die RWE aus dem Markt nehmen will, sind Gaskraftwerke, wie etwa Moerdijk 2 in den Niederlanden. Die Anlage hat eine Erzeugungskapazität von 430 Megawatt und soll bereits Ende dieses Jahres langfristig konserviert werden.

Gersteinwerk F und Gersteinwerk G

Auch die Anlagen Gersteinwerk F und Gersteinwerk G sollen eingemottet werden. Gersteinwerk F noch in diesem Jahr und Gersteinwerk G Mitte 2014. Die Gaskraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 355 Megawatt und stehen in Deutschland.

Weisweiler H und Weisweiler G

Weisweiler H und Weisweiler G arbeiten ebenfalls mit Gas. Die deutschen Kraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 270 Megawatt und sollen bis Oktober 2013 langfristig konserviert werden.

Emsland B und Emsland C

Die deutschen Gaskraftwerke Emsland B und Emsland C haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 360 Megawatt und sollen bis Mitte 2014 zumindest in den Sommermonaten abgeschaltet werden.

Außerdem soll es Verhandlungen über eine Nullrunde für die Beschäftigten gegeben haben. Da sei die Haltung der Gewerkschaften aber klar, sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstag: „Das kommt nicht in die Tüte und dabei bleibt es.“ RWE beschäftigt rund 69.000 Menschen, davon etwa 17.000 in der Stromerzeugung in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien.

Im ersten Halbjahr 2013 hatte RWE seine Bilanz nur durch Sondereinnahmen vom russischen Gasriesen Gazprom nach Beilegung eines Streits über die Bezugspreise gerettet. Bei einem leicht gestiegenen Umsatz auf 28,5 Milliarden Euro kletterte des betriebliche Ergebnis um 12,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Durch eine hohe Abschreibung auf niederländische Kraftwerke verzeichnete der Versorger unter dem Strich allerdings einen Gewinneinbruch von 38 Prozent auf knapp eine Milliarde Euro. Die Photovoltaik verdränge in Spitzenlastzeiten die Gaskraftwerke vollständig aus dem Markt, hatte RWE-Finanzchef Bernhard Günther geklagt: „Viele unsere Kraftwerke schreiben inzwischen rote Zahlen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.11.2013, 08:18 Uhr

Mensch, warum führen wir nicht einfach einen "Kohlepfennig" ein? Ach so, gibt's ja schon? Blöd.
Irgendwie sollten sich die hochbezahlten Fossil-Brennstoffverfeuerer doch mitschleppen lassen?
Old School, schmutzig aber sexy...

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