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07.02.2017

11:06 Uhr

Milliardenverlust

Vattenfall schreibt erneut rote Zahlen

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall steht wegen hoher Wertminderungen in einem tiefen Minus. Der Umsatz fiel um Milliarden. Grund sollen niedrige Strompreise am Großmarkt und ein andauerndes Überangebot sein.

„Trotz der Fortschritte in einigen Bereichen bleibt die Situation im Stromgeschäft aufgrund der niedrigen Großhandelspreise für Strom sowie andauernder Überkapazitäten weiter angespannt“, sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall. dpa

Vattenfall

„Trotz der Fortschritte in einigen Bereichen bleibt die Situation im Stromgeschäft aufgrund der niedrigen Großhandelspreise für Strom sowie andauernder Überkapazitäten weiter angespannt“, sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall.

StockholmDem schwedischen Energiekonzern Vattenfall haben Rückstellungen von mehr als einer halbe Milliarde Euro für das Atomgeschäft in Deutschland die Bilanz verhagelt. Der staatlich kontrollierte Konzern gab am Dienstag für das vergangene Quartal einen operativen ein Verlust von umgerechnet 317 Millionen Euro bekannt. Vor Jahresfrist hatte er noch einen Gewinn von 390 Millionen Euro erzielt. Insgesamt hätten Sondereffekte von mehr als einer Milliarde Euro zu Buche geschlagen, teilte das Management mit. Der Großteil davon waren demnach Rückstellungen für das Atomgeschäft in Deutschland und Schweden. Nach bereinigter Rechnung stieg das operative Ergebnis dank Kostensenkungen um neun Prozent auf umgerechnet 750 Millionen Euro.

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Der gesamte Stromsektor sei angesichts niedriger Preise und Überkapazitäten unter Druck, betonte Vattenfall-Chef Magnus Hall. Der Versorger hatte im September die deutschen Braunkohleanlagen an den tschechischen Versorger EPH und den Finanzinvestor PPF verkauft. Vattenfall ist insbesondere im Strom- und Gasvertrieb in Berlin und Hamburg stark aufgestellt. Das Unternehmen betreibt in Deutschland diverse Kraftwerke und Fernwärmeanlagen.

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