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28.11.2014

10:05 Uhr

Millionen-Deal

Eon verkauft Windpark-Anteile in den USA

Der deutsche Energiekonzern Eon versilbert seine Anteile an zwei Windparks in den USA. Käufer ist das kanadische Unternehmen Enbridge. Der Millionen-Deal muss allerdings noch eine bürokratische Hürde nehmen.

Die Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen. Die Windparks Magic Valley 1 und Wildcat gehen an Enbridge. dpa

Die Zentrale von Eon Ruhrgas in Essen. Die Windparks Magic Valley 1 und Wildcat gehen an Enbridge.

FrankfurtDer Energiekonzern Eon hat die Mehrheit an zwei Windparks in den USA an das kanadische Unternehmen Enbridge verkauft. Eon hält künftig noch 20 Prozent und bleibt Betreiber der Windparks, die restlichen 80 Prozent gehen an Enbridge, wie die beiden Unternehmen am Freitag mitteilten. Der vereinbarte Unternehmenswert für das Portfolio belaufe sich auf rund 650 Millionen US-Dollar.

Die Windparks Magic Valley 1 (203 Megawatt) in der Nähe von Harligen im US-Bundesstaat Texas und Wildcat 1 (202 Megawatt) in der Nähe von Elwood in Indiana sind seit 2012 in Betrieb. Die beiden Windparks liefern zusammen Strom für mehr als 120.000 Haushalte.

Die Zustimmung der Behörden zu dem Verkauf steht noch aus.

Der Käufer Enbridge ist bislang vor allem auf den Energietransport spezialisiert und betreibt große Ölpipelines in Nordamerika. In den vergangenen fünf Jahren investierte das Unternehmen aber auch rund drei Milliarden Dollar in Ökostromanlagen.

Kommentare (1)

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Herr Riesener Jr.

28.11.2014, 12:52 Uhr

Artikel: "Die beiden Windparks liefern zusammen Strom für mehr als 120.000 Haushalte."

Es dauert offenbar noch ein bisschen, bis auch der letzte Journalist verstanden hat, dass der Wind mal stärker und mal schwächer weht, und dass nachts die Sonne nicht scheint.

Weder Wind noch Solar können soundsoviel Haushalte mit Strom versorgen! Dazu braucht man neben den Erneuerbaren Energien entweder flexible konventionelle Kraftwerke oder Speicher zum Ausgleich des schwankenden Outputs von Wind und Sonne. Beides wird in Deutschland noch gigantische Kosten verursachen, die bisher noch nicht sichtbar sind, weil es momentan ein Überangebot an konventionellen Kraftwerken gibt.

Diese zukünftigen Kosten werden versteckt hinter solchen schön klingenden aber falschen Behauptungen:

"Die beiden Windparks liefern zusammen Strom für mehr als 120.000 Haushalte."

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