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21.06.2014

09:57 Uhr

Ministerium gibt grünes Licht

Eon darf das AKW Grohnde wieder anfahren

Eine Anti-Atom-Initiative hatte Mängel bei der Reparatur des Atomkraftwerks Grohnde gesehen: Der Neustart wurde gestoppt, Eon zog vor Gericht. Nun gibt das Ministerium die Zustimmung, das AKW wieder in Betrieb zu nehmen.

Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen: Der Energiekonzern Eon will vor Gericht durchsetzen, dass es wieder angefahren wird. dpa

Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen: Der Energiekonzern Eon will vor Gericht durchsetzen, dass es wieder angefahren wird.

HamelnDer Energiekonzern Eon darf das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln wieder anfahren. „Eon hat gestern Abend die Zustimmung erhalten“, erklärte ein Sprecher des zuständigen niedersächsischen Umweltministeriums am Samstag. Vorangegangen sei der Nachweis der Betreiber, dass umstrittene Reparaturen ordnungsgemäß ausgeführt wurden. Auch die zunächst eingeschaltete Staatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht und wird daher nicht ermitteln. Das AKW war vor zwei Monaten für eine Routine-Revision abgeschaltet worden. Der geplante Neustart war vom Umweltministerium in Hannover gestoppt worden, nachdem eine Anti-Atom-Initiative Mängel bei der Reparatur beklagt hatte.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte noch vor dem Eilantrag von Eon angekündigt, dass er über das Wiederanfahren des Kernkraftwerkes kurzfristig entscheiden wolle. Ausschlaggebend sei, ob das Unternehmen Vorwürfe wegen unsachgemäßer Reparaturen entkräften könne. Eon betonte, man habe den Nachweis erbracht, dass die Arbeiten ordnungsgemäß erfolgt seien.

Der Neustart des Meilers bei Hameln war am Donnerstag ausgesetzt worden. Die Anti-Atom-Initiative Ostwestfalen-Lippe hatte bemängelt, Eon habe einen Riss an einer 30 Jahre alten Armatur unter Zeitdruck schweißen lassen, damit Grohnde an diesem Wochenende rasch wieder hochgefahren werden könne. Ein Austausch des Teils, das die Atomkraftgegner im nuklearen Bereich der Anlage vermuten, wäre ihrer Meinung nach sicherer gewesen.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Eon bezeichnete die Kritik als durchsichtiges, politisch motiviertes Manöver. Die Reparatur sei im Mai ohne Zeitdruck erfolgt. Sie sei dokumentiert und das Ministerium informiert worden. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Wenzel betonte, aus Sicherheitsgründen könne das Ministerium die Vorwürfe nicht ignorieren. Eon habe im Zusammenhang mit der Verzögerung mit Schadenersatzforderungen gedroht. „Das Risiko müssen wir im Zweifelsfall auf uns nehmen.“

Das Kraftwerk Grohnde war vor zwei Monaten für eine Routine-Revision abgeschaltet worden. Dabei waren neben einem Defekt an einem Generator auch Schäden an Drosselkörpern entdeckt worden, die den Wasserfluss zur Kühlung der Brennelemente steuern. Der Meiler läuft seit 1984, er soll nach Plänen der Bundesregierung 2022 als letzter niedersächsischer Atomreaktor abgeschaltet werden.

Von

dpa

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