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04.04.2013

15:46 Uhr

Mitsubishi Heavy/Areva

Zuschlag für türkischen Meiler vergeben

Die Zuschläge sind vergeben: Mitsubishi Heavy und Areva werden das zweite türkische Atomkraftwerk bauen. Der französische Versorger GDF Suez soll das Werk betreiben. Baubeginn ist für 2017 geplant.

Der japanische Reaktor-Hersteller Mitsubishi Heavy und der französische Atomkonzern Areva haben den Zuschlag für den Bau des zweiten Atomkraftwerks in der Türkei erhalten. Reuters

Der japanische Reaktor-Hersteller Mitsubishi Heavy und der französische Atomkonzern Areva haben den Zuschlag für den Bau des zweiten Atomkraftwerks in der Türkei erhalten.

Tokio/ParisDer japanische Reaktor-Hersteller Mitsubishi Heavy und der französische Atomkonzern Areva haben einem Zeitungsbericht zufolge den Zuschlag für den Bau des zweiten Atomkraftwerks in der Türkei erhalten. Der Meiler solle bei Sinop am Schwarzen Meer entstehen, meldete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher benannte japanische und türkische Quellen. Die Gesamtkosten lägen bei etwa 22 Milliarden Dollar. Baubeginn sei demnach 2017, der erste Reaktor solle 2023 ans Netz gehen. Der französische Versorger GDF Suez werde das Werk betreiben. Das erste Atomkraftwerk der Türkei baut der russische Konzern Rosatom. Es soll ab 2019 Strom produzieren.

Weder Areva noch Mitsubishi Heavy wollten sich dazu äußern. Auch GDF Suez lehnte eine Stellungnahme ab. Dem Bericht zufolge wurden die japanische Regierung sowie die Unternehmensseite bereits informiert. Für Mai ist nach türkischen Vorstellungen ein Gipfeltreffen zwischen dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe und dem türkischen Amtskollegen Tayyip Erdogan geplant.

Die Türkei will in den nächsten Jahren noch weitere Atomkraftwerke bauen. Das Land, dessen Stromverbrauch steigt, will damit unabhängiger von Öl- und Gasimporten werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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vandale

04.04.2013, 16:10 Uhr

Die Türkei ist aufgrund der hohen Zinsen und der Nähe zum preiswerten iranischen und Gasprom Pipeline Erdgas grundsätzlich kein idealer Standort für ein umweltfrundliches Kernkraftwerk.

Der Grund für den Bau der Kernkraftwerke dürfte in dem Wunsch nach politischer und wirtschaflicher Unabhängigkeit von iranischem und russischem Gas liegen.

Der Vertrag mit Rosatom für die ersten 2 Rektoren ist ein Full Service Vertrag. Die Russen bauen das Kraftwerk, liefern den Brennstoff, nehmen den abgebrannten Kernbrennstoff ab. Im Gegenzug ehalten Sie einige Jahre einen sehr hohen Strompreis. Danach geht das Kraftwerk in türkische Hände über.

Ich nehme an, dass dies mit Japan ähnlich vereinbart wurde. Möglicherweise wurde die Wiederaufbereitung des Kernbrennstoffs als Entsorgungsnachweis vereinbart.

Vandale

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