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17.11.2015

16:49 Uhr

Müllentsorger EEW

Chinas Staatskonzerne wollen Unternehmen in Holland kaufen

Chinesische Staatskonzerne konkurrieren um eine Übernahme des in schwedischem Besitz befindlichen niedersächsischen Müllentsorgers EEW. Der Wert des Unternehmens liegt bei geschätzten zwei Milliarden Euro.

Chinesische Staatskonzerne konkurrieren um den Kauf des niedersächsischen Unternehmens EEW. dapd

Müllentsorger

Chinesische Staatskonzerne konkurrieren um den Kauf des niedersächsischen Unternehmens EEW.

Hongkong/FrankfurtMehrere Staatskonzerne aus China haben sich Insidern zufolge in das Bieterrennen um den niedersächsischen Müllentsorger Energy From Waste (EEW) eingeschaltet. Beijing Enterprises Water Group, China Everbright International und Beijing Capital hätten für die Firma aus dem niedersächsischen Helmstedt unverbindliche Angebote vorgelegt, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Eigentümer, der schwedische Finanzinvestor EQT, hat Morgan Stanley mit dem Verkauf des Betreibers von 20 Müllverbrennungsanlagen beauftragt. Der Wert der Firma mit 1250 Beschäftigten werde auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro geschätzt.

Ein gemeinsames Angebot haben den Insidern zufolge auch der Energiekonzern Steag und die australische Macquarie -Bank eingereicht. EQT, Steag, Macquarie, Morgan Stanley und China Everbright Internationel lehnten Stellungnahmen ab. Von Beijing Enterprises und Beijing Capital Group war am Dienstag zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Ein Abschluss könne es bereits Anfang 2016 geben, sagten mit den Planungen vertraute Personen. Der Wettbewerb der Chinesen untereinander sei auch ein Zeichen dafür, dass die Führung der Volksrepublik diesen mehr Spielraum zugestehe. Das Land benötige mehr Know-how, um die eigenen Müllberge in den Griff zu bekommen.

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Die Beijing Capital Group hatte im vergangenen Jahr für fast 800 Millionen Dollar den größten Müllentsorger Neuseelands übernommen. Etwa zehn Prozent des Abfalls, den EEW verarbeitet, stammt aus dem Ausland, vor allem aus Großbritannien. Das Unternehmen peilt Insidern zufolge in diesem Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 180 Millionen Euro an.

Von

rtr

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