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13.05.2015

11:45 Uhr

Nach Konzernumbau

Salzgitter macht wieder Gewinne

Bei Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller Salzgitter wächst die Hoffnung auf eine anhaltende Erholung. Die Grundlage für eine „nachhaltige Rückkehr“ in die Gewinnzone sei geschaffen. Das Sparprogramm zahlt sich aus.

Salzgitter verbucht wieder Gewinne. Reuters

Stahlkonzern

Salzgitter verbucht wieder Gewinne.

FrankfurtDer zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter hat im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der ThyssenKrupp-Rivale erzielte einen Nettogewinn von knapp 33 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von gut 13 Millionen Euro aufgelaufen war.

Die Niedersachen führten die positive Entwicklung am Mittwoch auf das laufende Sanierungsprogramm zurück. Mit dem Erfolg im Auftaktquartal sei „die Grundlage für eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone geschaffen“. Dies sei möglich, obwohl die Großreparatur eines Hochofens das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte mit rund 80 Millionen Euro belasten werde.

Salzgitter hält an seinem Ziel fest, 2015 einen Vorsteuergewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zu erzielen.

Mit Flachstahl für die Automobilindustrie fuhr Salzgitter im Berichtszeitraum einen Vorsteuergewinn von 16,6 Millionen Euro ein (Q1 2014: minus 2,2 Millionen). Eine effizientere Produktion sowie niedrigere Rohstoffpreise hätten die Wende ermöglicht, obwohl der Umsatz leicht auf rund 525 Millionen Euro zurückging.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Die Sparte Grobblech und Profilstahl konnte ihre Verluste als Lieferant der Baubranche deutlich eindämmen, schaffte es aber nicht in die schwarzen Zahlen. So erging es auch dem Energie-Bereich, in dem Russlands Absage des Pipeline-Projekts South Stream das Geschäft mit Rohren bremste.

Die im MDax notierten Aktien legten 0,8 Prozent zu.

Von

rtr

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