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01.07.2013

13:35 Uhr

Nach Streit über Bezugspreise

RWE hält Gewinnplanung konstant

Nach jahrelangem hin und her hat Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE den Streit mit dem russischen Gaskonzern Gazprom gewonnen. Die Russen hatten die Verträge stur am Ölpreis gekoppelt – zu unrecht.

Trotz des Erfolgs im Streit mit Gazprom erhöht RWE seine Gewinnaussichten für das laufende Jahr nicht. ap

Trotz des Erfolgs im Streit mit Gazprom erhöht RWE seine Gewinnaussichten für das laufende Jahr nicht.

EssenDer zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hebt trotz des Erfolges im Streit über die Bezugspreise von russischem Gas seine Gewinnprognose für 2013 nicht an. Das Urteil eines Schiedsgerichtes habe im Rahmen der Erwartungen des Unternehmens gelegen, teilte RWE am Montag in Essen mit. Laut Konzernkreisen kann RWE mit einer Rückzahlung von rund einer Milliarde Euro und künftig deutlich niedrigeren Kosten für den eigenen Gasbezug rechnen.

Der Konzern hatte sich in der vergangenen Woche vor dem Schiedsgericht mit seiner Haltung weitgehend durchgesetzt. Nach jahrelangem Streit müssen die Verträge mit dem russischen Gaskonzern Gazprom von der starren Koppelung an den Ölpreis gelöst werden.

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RWE hatte seit langem mit einem Erfolg in dem Streit gerechnet und die erwarteten Rückzahlungen bereits in die Jahresprognose einbezogen. Deshalb rechnet der Konzern trotz der Probleme wegen der Energiewende anders als Konkurrent Eon auch noch mit einem halbwegs stabilen Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll bei rund 9 Milliarden Euro landen, nach 9,3 Milliarden 2012. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss soll mit 2,4 Milliarden Euro etwa konstant bleiben.

Von

dpa

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