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30.07.2014

14:40 Uhr

Neue Zementwerke

Heidelberg-Cement sieht sich für Zukäufe vorbereitet

Heidelberg-Cement bleibt im zweiten Quartal hinter den Erwartungen der Analysten zurück, Umsatz und Gewinn stagnieren. Das liegt vor allem am starken Euro. Geld für Zukäufe soll trotzdem bald da sein.

Zementsäcke von Heidelberg-Cement: Der Konzern leidet unter der Eurostärke. dapd

Zementsäcke von Heidelberg-Cement: Der Konzern leidet unter der Eurostärke.

StuttgartDer Baustoffkonzern Heidelberg-Cement sieht sich für den Kauf von Zementwerken seiner fusionierenden Rivalen Lafarge und Holcim gewappnet. „Der finanzielle Spielraum ist mit Bordmitteln, das heißt ohne externe Hilfe, ausreichend“, sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Mittwoch. Das liege auch daran, dass Heidelberg-Cement zur Jahreswende mit Einnahmen aus dem geplanten Verkauf seines Bauprodukte-Geschäfts rechnen könne.

Ein Zukauf bei Lafarge-Holcim, die weltweit Geschäftsteile abstoßen müssen, um die Zustimmung der Wettbewerbshüter für ihre Fusion zu erhalten, wäre nach Scheifeles Einschätzung aber erst im zweiten Quartal 2015 zu bezahlen.

Die Heidelberger könnten nach Einschätzung von Analysten mit dem Verkauf ihres Bauprodukte-Geschäfts in Großbritannien und den USA ein bis 1,5 Milliarden Euro einnehmen. Zu einem möglichen Erlös wollte sich Scheifele nicht äußern. Die aktive Verkaufsphase beginne im September, gleichzeitig werde die Option eines Börsengangs in New York verfolgt, sagte er lediglich. Es gebe viel Nachfrage nach dem Geschäft mit Ziegeln und Betonrohren. „Vielleicht sehen wir da schon ein bisschen Geld zum Jahresende - das wäre schön - oder zum ersten Quartal“, sagte Scheifele.

Die heiße Verkaufsphase bei Holcim und Lafarge beginnt unterdessen im kommenden Monat. Scheifele sagte, er wolle sich dann das ein oder andere, zum Beispiel den Standort Brasilien, anschauen. „Ich habe für August keine Sommerreise geplant“, sagte er. Das französisch-schweizerische Duo - die Nummer eins und zwei am Baustoffmarkt vor den Kurpfälzern - hat Zementwerke und andere Anlagen im Wert von 3,5 Milliarden Euro zum Verkauf gestellt. So soll eine zu starke Marktstellung vermieden werden, so dass die Aufsichtsbehörden dem Zusammenschluss zustimmen.

Für Heidel-Cement wäre nach Einschätzung von Branchenexperten auch Nordamerika ein interessanter Standort. Dort bieten Lafarge-Holcim Abspaltungen in Kanada an. „Zurzeit sind keine weiteren Verkäufe in den USA geplant“, sagte Holcim-Finanzchef Thomas Aebischer und bekräftigte, die Fusion werde im ersten Halbjahr 2015 vollzogen.

Im laufenden Jahr haben Heidelberg-Cement wie auch Holcim mit Gegenwind vom Wechselkurs zu kämpfen. Die Stärke von Euro und Franken gegenüber den Währungen der Schwellenländer belastet die Bilanz. So stagnierten Umsatz und Gewinn bei Heidelberg-Cement.

Kommentare (1)

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Herr Guckstdu Ahmed

30.07.2014, 08:03 Uhr

Ja, ja die liebe Eurostärke. Jetzt hat man wieder einen Grund, warum weniger verkauft werden kann. Zur Zeit der DM waren bei uns alle Betriebe pleite, da sie aufgrund des hohen Wechselkurs keine Waren verkaufen konnten. Eine kleine Gutenachtgeschichte. Schlaft weiter!

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