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14.03.2013

13:54 Uhr

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Linde-Chef Reitzle geht zu Holcim

Wolfgang Reitzle, noch Linde-Chef, soll 2014 beim Schweizer Zementhersteller Holcim als Verwaltungsratspräsident anfangen. Bisher wurde über die Zukunft Reitzles viel spekuliert.

Der Vorstandschef des Industriegasekonzerns Linde wechselt im Mai 2014 zum Zementhersteller Holcim. AP technischer Hinweis

Der Vorstandschef des Industriegasekonzerns Linde wechselt im Mai 2014 zum Zementhersteller Holcim.

München/ZürichDer scheidende Linde-Chef Wolfgang Reitzle bekommt eine neue Aufgabe: Im kommenden Jahr soll er Verwaltungsratspräsident des Schweizer Zementherstellers Holcim werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mitteilte. Reitzle gehört dem Holcim-Gremium bereits seit vergangenem Jahr an. Bei Linde gibt der 64-jährige Manager den Chefposten im Mai kommenden Jahres ab, wenn sein Vertrag ausläuft.

Bisher hatte sich Reitzle zu seiner persönlichen Zukunft bedeckt gehalten. Auch sein Nachfolger bei Linde ist noch nicht bekannt. In den Linde-Aufsichtsrat kann Reitzle wegen eines Gesetzes nicht direkt wechseln.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Um die Kontinuität bis zu Reitzles Amtsantritt bei Holcim zu wahren, solle Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron bei der diesjährigen Generalversammlung des Unternehmens im April zur Wiederwahl vorgeschlagen werden, hieß es. „Wir haben Rolf Soiron gebeten, das Amt ein weiteres Jahr wahrzunehmen, um mit dieser Lösung Übergang und Einführung des künftigen Präsidenten in die Aufgaben optimal zu gewährleisten“, erklärte der Vizepräsident des Gremiums, Erich Hunziker.

Reitzle war in Medienberichten zuletzt auch als möglicher Nachfolger von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gehandelt worden. Dieser hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Rücktritt als Chefkontrolleur des krisengeschüttelten Stahlkonzerns ThyssenKrupp verkündet. Danach gab es Spekulationen auch um Crommes Zukunft bei Siemens. Der Elektrokonzern hatte diese aber zurückgewiesen. „Bei uns gibt es keine Veränderungen im Aufsichtsrat. Der steht“, hatte ein Unternehmenssprecher erklärt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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An_Interested_Reader

14.03.2013, 18:18 Uhr

Good and lucky for Holcim.

Too bad for both TK and Siemens as they are both still in the wilderness of opaque influence and bad governance.

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