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28.11.2012

16:12 Uhr

Neuer Rekord

Häufige Zwangsabschaltungen von Windparks

Neue Stromleitungen braucht das Land. Das hat die Netzagentur wieder deutlich gemacht. Gerade Windparkbetreiber leiden unter Engpässen, weil sie ihren Strom nicht einspeisen können. Die Entschädigungen zahlt der Bürger.

Im vergangenen Jahr ging wegen Zwangsabschaltungen von Windparks der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh. dpa

Im vergangenen Jahr ging wegen Zwangsabschaltungen von Windparks der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh.

Wegen fehlender Netze ist die Zwangsabschaltung von Windparks in Deutschland um fast 200 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmen Ecofys im Auftrag des Bundesverbands Windenergie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach ging vergangenes Jahr der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh. Da die Betreiber für solche Produktionsdrosselungen entschädigt werden müssen und dies auf die Stromverbraucher abgewälzt wird, entstehen den Bürgern Millionenbelastungen für nicht eingespeisten Strom.

Die Kosten können nach Schätzungen aus der Windbranche 18 bis 35 Millionen Euro für 2011 betragen, genau ist das aber schwer zu ermitteln, das hängt auch von den Begründungen für die Abschaltung ab. Am Dienstag hatte die Bundesnetzagentur bereits mitgeteilt, dass sich 2011 mangels Netzen die Zahl der Eingriffe in das deutsche Netz etwa verdreifacht habe.

Die starke Belastung im Zuge des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien wird durch die ecofys-Zahlen nun noch einmal unterstrichen. Allerdings war der Windertrag auch 2011 wesentlich höher als 2010. Schwerpunkte der sogenannten Abregelungen waren der Norden und der Osten. Mit dem nicht eingespeisten Strom hätten etwa 116.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. Ein Sprecher des Windenergieverbands betonte: „Das zeigt, wie dringend ein zügiger Netzausbau ist.“

Kommentare (5)

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vandale

28.11.2012, 17:09 Uhr

Die Einspeisung umweltschädlichen Windstroms erfolgt entsprechend den Launen des Wetters zwischen 0 und 100% der Nennleistung, oder auf D bezogen zwischen 100 MW und 22000MW. Tagesschwankungen von 9000 MW kommen genauso vor wie Aenderungen von meheren 1000 MW in einer Stunde.

Für ein bedarfsgesteuertes Netz indem in jedem Augenblick soviel Strom erzeugt werden muss wi abgenommen wird ist das eine Herausforderung. Kohlekraftwerke erfordern mehrere Stunden um hoch-, oder heruntergefahren zu werden wobei der Wirkungsgrad bescheiden ist. Umweltfreundliche Kernkraftwerke sind technisch etwas flexibler und lassen sich zwischen 30 und 100% regeln was wirtschaftlich gesehen natürlich ziemlich abwegig ist. Hinzu kommt das Netz das nur begrenzte Strommengen aufnehmen kann.

Bei sehr hoher Windstromerzeugung, oder sehr grossen Schwankungen kann das Netz die Strommenge nicht aufnehmen. Dann müssen die umweltschädlichen Windmühlen eben zwangsabgeschaltet werden wobei die Betreiber die Subventionen für den Nicht erzeugten Strom erhalten.

Mit den Plänen der Bundesregierung die Windstromkapazitäten zu vervierfachen werden die Zwangsabschaltungen künftig natürlich drastisch zunehmen. Geschätzt 25 - 30 % der potentiellen Stromerzeugung wird durch Zwangsabschaltungen verloren gehen.

Sachlich geshen ist das ein Greuel aber das spielt bei einer religiösen Herzensangelegenheit keine Rolle.

Vandale

nobum

28.11.2012, 18:27 Uhr

Hier hilft "Power to Gas".
Aus Sonnen- und Windstrom entsteht Wasserstoff und dieses wird in Methan verwandelt (wozu auch noch CO2 verbraucht wird). Methan (= Erdgas) wiederum kann in Wärme und Strom umgewandelt und in Pipelines transportiert werden.
Alles geschieht mit insgesamt ca. 40 % Verlust. Dieser Verlust ist verkraftbar, wenn ansonsten abgestellt werden muß.

http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/1316347/Klimawandel_CO2-ist-Teil-der-Loesung?_vl_backlink=/home/panorama/klimawandel/index.do

maximilian@baehring.at

28.11.2012, 19:11 Uhr

Falsch. Dia Balkan-mafia braucht Aufträge weil ohne Aufträge keine weiterne Serben/Kosovaren etc. ins Land geschleust werden können.

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