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08.07.2015

15:35 Uhr

Neuer Windpark

„Sandbank“ entsteht vor Sylt

Der Energiekonzern Vattenfall und die Stadtwerke München haben mit dem Bau eines weiteren Windparks in der Nordsee, rund 90 Kilometer vor Sylt, begonnen. Rund 1,2 Milliarden Euro soll das Projekt „Sandbank“ kosten.

Ende April wurde der Windpark „Dan Tysk“ in Betrieb genommen, nun wird mit „Sandbank“ der nächste gebaut. dpa

Offshore-Windpark vor Sylt

Ende April wurde der Windpark „Dan Tysk“ in Betrieb genommen, nun wird mit „Sandbank“ der nächste gebaut.

HamburgIn der Nordsee bauen der schwedische Energiekonzern Vattenfall und die Stadtwerke München einen weiteren Windpark. Die Bauarbeiten für den Offshore-Park „Sandbank“, der rund 90 Kilometer vor Sylt entstehen soll, begannen am Mittwoch, wie beide Unternehmen in Hamburg mitteilten. Insgesamt investieren die beide nach eigenen Angaben rund 1,2 Milliarden Euro in das Projekt. Die „Sandbank“ soll 2017 in Betrieb gehen und 72 Windkraftanlagen von Siemens umfassen.

Bereits Ende April hatte der erste gemeinsame Offshore-Windpark „Dan Tysk“ den Betrieb aufgenommen. Er umfasst insgesamt 80 Windturbinen und liefert Strom für mehr als 400.000 Durchschnittshaushalte. An beiden Projekten halten Vattenfall 51 Prozent und die Stadtwerke München 49 Prozent.

Offshore: Projekte in Megadimensionen

Gewicht

Das Gesamtgewicht einer Anlage kann laut der Stiftung Offshore Windenergie schnell 1000 Tonnen übersteigen. Dabei stehen die Anlagen auf bis zu 900 Tonnen schweren Fundamenten. Allein die Gondel (Maschinenhaus) könne zwischen 300 und 400 Tonnen wiegen.

Gigantische Maße

Allein die im Testfeld Alpha Ventus installierten 5-Megawatt-Anlagen haben einen Rotordurchmesser von bis zu 125 Metern und eine Gesamthöhe von mehr als 170 Metern über dem Meeresgrund. Neuere Anlagen der Leistungsklasse von 6 Megawatt erreichen laut Stiftung Offshore Windenergie Rotordurchmesser um die 150 Meter.

Kosten

Der Bau eines Windparks auf hoher See ist um einiges komplexer als der einer Anlage auf dem Land. Doch binnen sechs Jahren konnte die Branche ihre Kosten halbieren. Beim neuen Offshore-Windpark „Borssele“ in den Niederlanden liegen die Gesamtkosten pro Megawattstunde bei 87 Euro.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr Riesener Jr.

08.07.2015, 16:29 Uhr

".....80 Windturbinen und liefert Strom für mehr als 400.000 Durchschnittshaushalte."
Ich wusste gar nicht dass der Durchschnittshaushalt immer dann besonders viel Strom verbraucht wenn der Wind bsonders stark weht.
Übrigens, wussten Sie schon, dass nachts die Sonne nicht scheint?

Herr Wolfgang Trantow

09.07.2015, 11:39 Uhr

Bei Frau Merkel scheint die Sonne immer, auch nachts, wie bei vielen Politiker.

Account gelöscht!

10.07.2015, 18:50 Uhr

Auch so kann man "die Insel" ruinieren - 90 km oder 100 machen da kaum einen Unterschied.
Zu wissen, daß der Schwachsinn derart nahe gerückt ist, vertreibt jeden anspruchsvollen Urlauber - mitsamt seinem Geld.

Vorteil wäre immerhin, daß die Einheimischen vom Festland wieder zurück kehren könnten - und sogar auskömmlich leben könnten auf der Insel, jedenfalls, was die Lebenshaltung angeht.
Ihre hohen Mieterträge finden sie im Schornstein wieder - wenn überhaupt.

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