Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2015

11:44 Uhr

Neues Logo für Uniper

Eons Schwester wird blau

VonJürgen Flauger

Eon hat für die neue Kraftwerksgesellschaft Uniper ein Logo entwerfen lassen und überrascht mit der Farbwahl: Uniper wird nicht wie Eon mit der Farbe Rot auftreten, sondern mit Blau – genau wie Erzrivale RWE.

DüsseldorfSeit 15 Jahren war die Farbenlehre in der deutschen Energiewirtschaft eindeutig: Es gab die „Roten“ in Düsseldorf und die „Blauen“ in Essen. Die Nummer eins, Eon, hatte bei der Gründung im Jahr 2000 ein rotes Logo gewählt, Konkurrent RWE tritt traditionell blau auf.

Jetzt werden die Farben neu gemischt. Das Logo der neuen Gesellschaft Uniper, die Eon zum Jahreswechsel abspalten will, ist blau - genau wie beim Konkurrenten. Ein Sprecher von Eon bestätigte dies, betonte aber, dass der Farbton bei Uniper „anders“ sei als bei RWE: „Die Logofarbe Blau wurde gewählt aufgrund wissenschaftlich belegter Assoziationen: mit Blau verbinden Menschen Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Leistung – also Eigenschaften, die Uniper prägen und ausmachen werden.“ Außerdem sollen sich Form und Farbe der beiden Logos bewusst unterscheiden, weil auch Uniper und Eon „als eigenständige Unternehmen am Markt positioniert werden“.

What's right?: Gabriel zerstört Eon und RWE

What's right?

Gabriel zerstört Eon und RWE

Eon und RWE erleben an der Börse ein Debakel. Die Konzerne sind infolge der Energiewende schwer angeschlagen. Und Wirtschaftsminister Gabriel zwingt die Konzerne zielstrebig in den Untergang.

Die beiden Teile „Uni“ und „Per“ werden leicht versetzt über einander angeordnet. „Uni“ steht für „unique“, „Per“ für „performance“ – und soll nach Darstellung des Unternehmens die hohe Leistungsfähigkeit des neuen Unternehmen wiedergeben.. Über das neue Logo hatte zuvor schon die „Rheinische Post"“ berichtet.

Uniper geht zum ersten Januar operativ an den Start, die rechtliche Trennung soll auf Hauptversammlung im Mai beschlossen werden. Eon gliedert in das neue Unternehmen nicht weniger als das bisherige Kerngeschäft aus, den Betrieb der großen Kohle- und Gaskraftwerke. Zudem übernimmt Uniper den Gasgroßhandel und die Wasserkraft. Geführt wird das Unternehmen vom bisherigen Finanzvorstand von Eon, Klaus Schäfer.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Eon-Chef Johannes Teyssen reagiert mit der Abspaltung auf die Verwerfungen auf dem Energiemarkt, die Eon im vergangenen Jahr schon einen hohen Milliardenverlust eingebracht hat und im laufenden Jahr wird unter dem Strich der nächste Milliardenverlust anfallen. Vor kurzem musste Teysen aber die Strategie schon entscheidend abändern. Uniper wird doch nicht – wie geplant – auch die Kernkraftwerke übernehmen. Die Abwicklung des Atomausstiegs bleibt bei Eon. Teyssen reagierte mit dem Strategieschwenk auf eine geplante Neuregelung des Haftungsrechts, nachdem Eon ohnehin die Verantwortung für die Atomkraftwerke behalten hätte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×