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18.06.2015

14:21 Uhr

Nord Stream

Gazprom baut zwei neue Pipelines in der Ostsee

Bei der Energieversorgung arbeiten Europäer und Russen weiter Hand in Hand. Gazprom baut für die Ostseepipeline Nord Stream zwei neue Stränge – und auch ein deutscher Konzern ist mit dabei.

Durch die Rohre gelangt das Gas aus Russland nach Westeuropa. ap

North Stream

Durch die Rohre gelangt das Gas aus Russland nach Westeuropa.

St. Petersburg/BerlinDer russische Gasmonopolist Gazprom baut zusammen mit Partnern aus Westeuropa zwei neue Stränge der Ostsee-Pipeline Nord Stream. Damit soll die Energieversorgung der EU-Staaten abgesichert und die krisengeschüttelte Ukraine als bisher wichtigstes Transitland für russisches Erdgas umgangen werden.

An dem Projekt seien auch Eon aus Deutschland, OMV aus Österreich sowie der britisch-niederländische Shell-Konzern beteiligt. Dies teilte Gazprom am Donnerstag in St. Petersburg mit. Die Firmen unterzeichneten auf dem dortigen Internationalen Wirtschaftsforum ein entsprechendes Memorandum über den geplanten Bau.

„Die Realisierung von Nord Stream hat gezeigt, dass der Gastransport durch die Ostsee eine zuverlässige Lösung ist, die zur Deckung des Energiebedarfs beiträgt“, hieß es bei Deutschlands größtem Versorger Eon. Bisher sind von Nord Stream zwei Leitungen in Betrieb. Die beiden neuen Stränge sollen 55 Milliarden Kubikmeter Gas zusätzlich in die Europäische Union leiten.

Von 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa fließen. Russland plant neben den Nord-Stream-Strängen auch die neue Leitung Turkish Stream durch das Schwarze Meer in die Türkei und bis nach Griechenland. Sie soll eine Kapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr haben.

„Der Bau der zusätzlichen Transport-Infrastruktur auf dem kürzesten Weg zwischen Gasfeldern im Norden Russlands und Märkten in Europa wird zur Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lieferungen nach neuen Verträgen beitragen“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller.

Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt

Platz 1

Exxon Mobil (USA)

Jahresumsatz: 356,6 Milliarden Dollar

Platz 2

PetroChina (China)

Umsatz 2015: 329,7 Milliarden Dollar

Platz 3

Chevron (USA)

Jahresumsatz: 197,4 Milliarden Dollar

Platz 4

Royal Dutch Shell (Großbritannien)

Jahresumsatz: 192,1 Milliarden Dollar

Platz 5

Sinopec (China)

Jahresumsatz: 119,1 Milliarden Dollar

Platz 6

Total (Frankreich)

Jahresumsatz: 118,5 Milliarden Dollar

Platz 7

BP (Großbritannien)

Jahresumsatz: 118,35 Milliarden Dollar

Platz 8

ConocoPhillips (USA)

Jahresumsatz: 76,67 Milliarden Dollar

Platz 9

Cnooc (Hongkong)

Jahresumsatz: 63,12 Milliarden Dollar

Platz 10

Eni (Italien)

Jahresumsatz: 63 Milliarden Dollar

Quelle

Thomson Reuters/Unternehmensangaben

Russland hält die Ukraine für unzuverlässig und hatte dort in der Vergangenheit illegales Abzapfen von Gas beklagt. Die beiden Länder streiten zudem über Lieferpreise und Gasschulden. Um unabhängiger von Kiew zu werden, hatte Moskau auch bereits die bestehenden Nord-Stream-Stränge bauen lassen.

Im Januar hatte Gazprom zunächst angekündigt, Nord Stream nicht ausbauen zu wollen. Die Nachfrage nach russischem Erdgas war im Westen zuvor vor allem wegen der milden Temperaturen gefallen. Von einem völligen Verzicht auf den Bau von zwei zusätzlichen Strängen sei aber keine Rede, erklärte ein Gazprom-Sprecher damals.

Angst in der Ukraine

Zwangslage - Abhängig von russischem Gas

Angst in der Ukraine: Ukrainische Zwangslage - Abhängig von russischem Gas

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Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Manfred Zimmer

18.06.2015, 14:15 Uhr

Es ist gut, wenn Unternehmen beidseits der Verhandlungstische die Versorgungssicherheit der Bürger sicherstellen und nicht auf die politischen Spielchen unter dem Tisch reagieren.

Die Stabilität Deutschlands wird nicht von den Politikern, sondern die Wirtschaftsobjekte selbst erreicht.

Politiker sind in Deutschland in der Kategorie der "Mitarbeiter des Mehrbestandes" klassifiziert. Zudem wird das Volk immer mehr vom Tinitus in den Augen geplagt.

Herr Josef Schmidt

18.06.2015, 14:49 Uhr

Das wird den Amis mächtig stinken da sie jetzt Mazedonien "befreien" wollen um die Turkish Stream dort aufzuhalten.

Die Macht der Amis schwindet jeden Tag mehr und das ist gut so. Hoffentlich werden sie nicht ein Krieg anzetteln um die US Hegemonie und Dollar retten zu wollen.

Herr Vitto Queri

18.06.2015, 15:21 Uhr

>> Von 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa fließen. >>

Was sagt denn jetzt die Murksel dazu ?

Wozu braucht die EUtopia noch den Schurkenstaat Ukraine mit seiner Putschistenregierung ?

Haben die Amis ausgefrackt ?

Was Macht der Saudische Kronprinz in St. Petersburg ? Ist es auch im Ölgeschäft vorbei mit den Amis ?

Ist das jetzt ein Affront gegen Berline Politoligarchie ?

Das wird ja immer lustiger im Tollhaus EUtopia !

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