Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.10.2014

11:25 Uhr

Norweger Energiekonzern

Statoil überrascht mit dickem Minus

Weil Öl- und Gaspreise immer weiter fallen, geraten die Konzerne unter Druck: Statoil musste Projekte nun niedriger bewerten als zunächst gedacht. Die Abschreibungen bringen dem Norweger Energiekonzern Verluste ein.

Der norwegische Energiekonzern Statoil bekommt die immer niedrigeren Öl- und Gas-Preise zu spüren. dpa

Der norwegische Energiekonzern Statoil bekommt die immer niedrigeren Öl- und Gas-Preise zu spüren.

OsloDer norwegische Energiekonzern Statoil hat im dritten Quartal überraschend einen Verlust verbucht. Der Grund sei eine Reihe von Abschreibungen, teilte das staatliche Unternehmen am Mittwoch mit. Vor allem in Kanada, Angola und im Golf von Mexiko musste der Öl- und Gaskonzern Projekte niedriger bewerten als zunächst gedacht.

Unter dem Strich stand deshalb ein Minus von 4,8 Milliarden Kronen (umgerechnet 570 Millionen Euro) in den Büchern. Analysten hatten für die vergangenen drei Monate mit einem Gewinn von 1,1 Milliarden Euro gerechnet, nachdem im Jahr zuvor ein Plus von 1,6 Milliarden Euro erzielt worden war. Dagegen lag der Konzern mit seinem angestrebten Ergebnisziel für das Gesamtjahr im Rahmen der Erwartungen.

Statoil rechnet für dieses Jahr mit einem um ein Viertel niedrigeren bereinigten operativen Ergebnis von 3,67 Milliarden Euro. Trotz der roten Zahlen hielt das Unternehmen weiter an seinen bereits im Frühjahr nach unten korrigierten Produktions- und Ausgabeplänen fest. Statoil hat für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Dollar eingeplant und will die Fördermenge um zwei Prozent steigern.

Der Konzern bekommt die niedrigeren Öl- und Gas-Preise zu spüren und hat Beteiligungen verkauft, um Kosten zu senken.

Öl- und Gaskonzern: Statoil steigt aus Gasprojekt aus

Öl- und Gaskonzern

Statoil steigt aus Gasprojekt aus

Um Renditen zu halten und Dividenden zu sichern, fährt der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil Investitionen zurück und verkauft nun erneut ein Geschäft: Anteile am Gasprojekt Shah Deniz gehen an Petronas.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×