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06.02.2013

17:37 Uhr

Norwegische Nordsee

Ölfund von Wintershall wohl größer als gedacht

Die BASF-Tochter Wintershall hat in der norwegischen Nordsee eine Ölquelle gefunden. Diese könnte nach neuen Schätzungen mehr förderbares Öl enthalten als bisher angenommen.

Bis 2015 will Wintershall bis zu zwei Milliarden Euro in die Exploration von Öl- und Gas-Vorkommen in Norwegen und Großbritannien investieren. dpa

Bis 2015 will Wintershall bis zu zwei Milliarden Euro in die Exploration von Öl- und Gas-Vorkommen in Norwegen und Großbritannien investieren.

OsloEin Ölfund von Wintershall in der norwegischen Nordsee könnte sich als deutlich lukrativer herausstellen als bislang gedacht. Während erste Ressourcen-Schätzungen der Kasseler BASF-Tochter noch von einem förderbaren Volumen von 20 bis 40 Millionen Barrel ausgingen, legte der Partner Bridge Energy am Mittwoch deutlich höhere Schätzungen vor.

Er rechnet sogar mit Ressourcen von 30 bis 100 Millionen Barrel Öläquivalent. Die Lagerstätte befindet sich etwa 200 Kilometer vor der Küste Stavangers in der Nähe des großen Ivar-Aasen-Feldes. Die Kasseler halten 40 Prozent an der Lizenz, die Versorger Eon und VNG sowie Bridge Energy besitzen jeweils 20 Prozent.

Als Wintershall im Januar den Fund bekanntgab, war es für den Konzern bereits der dritte Ölfund in Norwegen in den vergangenen zwölf Monaten. Wintershall hatte in den vergangenen Jahren die Geschäfte in Norwegen Schritt für Schritt ausgebaut. Der Konzern besitzt inzwischen mehr als 40 Lizenzen vor der norwegischen Küste, bei über 20 ist er Betriebsführer.

Bis 2015 will Wintershall bis zu zwei Milliarden Euro in die Exploration von Öl- und Gas-Vorkommen in Norwegen und Großbritannien investieren. Die tägliche Fördermenge soll bis dahin von zuletzt 4000 Barrel auf 50.000 Barrel Öläquivalent erhöht werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.02.2013, 18:00 Uhr

Wintershall scheint ja ganz ordentlich ins Fördergeschäft einzusteigen. An belgischem Schiefergas hat die Firma (neben anderen) offenbar auch Interesse:

http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/3370391-shell-blaest-zur-jagd-auf-belgisches-schiefergas?xtor=RSS-9

Überhaupt sollten wir unser Augenmerk auf diese "schmutzige Technik" setzen, denn es gibt auch in Deutschland Schiefergas:

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article113406810/Bundesregierung-plant-Zulassung-fuer-Fracking.html

Offenbar gibt es großen Lobbydruck der Großkonzerne, hier MITTEN in Europa so etwas wie den US-Schiefergas-Boom zuzulassen. Das läuft wohl ohne großes "Geheul" der sogenannten Grünen ab (wie immer wenn anglo-amerikanische Konzern-Interesen im Spiel sind):

Ich erinnere mich dunkel, vor ca. 1 Jahr oder so, hat sich ein anglo-amerikanischer Ölkonzern (der Umweltengel BP? vielleicht auch Shell) die entsprechenden (als theoretisch angesehenen) Lizenzen in NRW zum Schleuderpreis unter den Nagel gerissen - billig vor allem deshalb, weil ja eine Fracking-Förderung rechtlich und umweltpolitisch völlig unrealistisch WÄRE. Man sieht hierbei, wie solche Mechanismen des Zwischenspiels von Großkonzern/Großkapital und Politik ablaufen.

Hier könnte sich die grün-sozialistische "klimaschützende" Handelsblatt-Redaktion mal ausgiebig (und zurecht!!!) austoben und gelebten Umweltschutz gegen Konzerninteressen praktizieen. Warum tut sie es nicht? Politisch zu heiß?

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