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07.02.2014

12:50 Uhr

Ölkonzern

Niedrige Preise verderben Statoil-Quartal

Die Gaspreise sind niedrig, die Abschreibungen hoch – das zieht das Quartalsergebnis des norwegischen Ölkonzerns Statoil herunter. Auch anderen Ölkonzernen machen niedrigere Gaspreise zu schaffen.

Die Bohrinsel des norwegischen Ölkonzerns Statoil im sogenannten Aldous Major South prospect in der Nordsee: Die niedrigen Gaspreise machen Statoil zu schaffen. dapd

Die Bohrinsel des norwegischen Ölkonzerns Statoil im sogenannten Aldous Major South prospect in der Nordsee: Die niedrigen Gaspreise machen Statoil zu schaffen.

StavangerDer norwegische Ölriese Statoil hat 2013 erneut einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 39,2 Milliarden norwegische Kronen (rund 4,7 Mrd Euro), wie der größte Energiekonzern Norwegens am Freitag in Stavanger mitteilte. 2012 hatte Statoil noch einen fast doppelt so hohen Gewinn erzielt (69,5 Mrd Kronen).

Nicht nur niedrigere Gaspreise und höhere Abschreibungen verdarben dem Konzern die Bilanz. Das Jahr hatte für Statoil schon mit einem Schock begonnen: Eine Attacke von Terroristen legte im Januar ein Gasfeld in Algerien lahm. Allein 37 ausländische Geiseln kamen dabei nach offiziellen Angaben ums Leben. Fünf Statoil-Mitarbeiter starben.

Im vierten Quartal war die Produktionsmenge bei Statoil unter anderem wegen geringerer Kapazitäten gesunken. Der Umsatz fiel um vier Prozent auf 156,2 Milliarden Kronen. Im ganzen Jahr machte Statoil mit 637 Milliarden Kronen 12 Prozent weniger Umsatz als 2012. Auch andere Ölkonzerne kämpften im Schlussquartal mit sinkenden Gaspreisen. Statoil erklärte, die Investitionen würden aufgrund der schwierigen Lage in den kommenden zwei Jahren verringert.

Im November 2013 hatte der Energiekonzern angekündigt, vor der Ostküste Schottlands einen schwimmenden Windpark errichten zu wollen. Das Projekt umfasst sechs Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 30 Megawatt und wäre damit die größte schwimmende Anlage ihrer Art in Europa. Die Technologie ermöglicht die Energiegewinnung an Standorten in tiefen Gewässern, wo die Installation von herkömmlichen Offshore-Anlagen nicht möglich ist.

Von

dpa

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