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08.09.2014

14:18 Uhr

Ölkonzern

Russland will Rosneft mit Milliarden helfen

Rosneft kann demnächst auf Staatshilfe hoffen: Russland reagiert auf den Hilferuf des von Sanktionen betroffenen Ölkonzerns und will mit Milliarden helfen. Derzeit sollen Möglichkeiten der Unterstützung geprüft werden.

Rosneft-Chef Igor Setschin habe Russland um Hilfe im Volumen von 1,5 Billionen Rubel (etwa 31 Milliarden Euro) gebeten. ap

Rosneft-Chef Igor Setschin habe Russland um Hilfe im Volumen von 1,5 Billionen Rubel (etwa 31 Milliarden Euro) gebeten.

MoskauRussland stellt seinem von westlichen Sanktionen betroffenen Ölkonzern Rosneft milliardenschwere Staatshilfen in Aussicht. Die Regierung prüfe derzeit verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew der Zeitung „Wedomosti“ vom Montag. Er verwies unter anderem darauf, dass der Staatskonzern einer der wichtigsten Steuerzahler sei.

Im August hatte ein Regierungsvertreter gesagt, Rosneft-Chef Igor Setschin habe um Hilfe im Volumen von 1,5 Billionen Rubel (etwa 31 Milliarden Euro) gebeten, um die Folgen der wegen Russlands Ukraine-Politik erlassenen Sanktionen abzufangen. Zunächst sah es nicht so aus, dass die Regierung dem Gesuch nachkommt. Medwedew sagte in dem Interview nun mit Blick auf die Summe, es müsse "nicht alles in einem Jahr" gemacht werden.

Rosneft ist hochverschuldet, nachdem es 2013 den Zukauf der britisch-russischen Ölfirma TNK-BP im Volumen von umgerechnet etwa 42,5 Milliarden Euro finanzierte. Bis 2014 muss Rosneft knapp 9,2 Milliarden Euro zurückzahlen, weitere 13 Milliarden Euro kommen 2015 hinzu.

Wegen Sanktionen: Rosneft bittet Russland um Milliarden-Hilfe

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Rosneft bittet Russland um Milliarden-Hilfe

Hilferuf von Rosneft: Der russische Staatsfonds soll nach dem Willen des Ölkonzerns Rosneft-Anleihen kaufen. Rosneft darf sich auf dem US-Markt kein Geld mehr leihen. Ministerpräsident Medwedew ist skeptisch.

Mehrere von den westlichen Sanktionen betroffene russische Unternehmen wie etwa die VTB Bank haben bereits Zusagen erhalten, Staatsfonds anzapfen zu dürfen. USA und EU haben im Zuge der Ukraine-Krise in den vergangenen Monaten eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt, weitere könnten unmittelbar folgen. Sie werfen der Regierung in Moskau vor, den Konflikt im Osten der Ukraine, wo prorussische Separatisten mehrere Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht haben, direkt anzufachen. Russland weist die Vorwürfe zurück.

Von

rtr

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