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10.12.2014

12:39 Uhr

Ölkonzern unter Druck

BP rechnet mit milliardenschweren Umbaukosten

Der Ölriese BP zieht Konsequenzen aus dem sinkenden Ölpreis und baut ab – bei Personal, der Öl- und Gasförderung und dem Vertrieb. Auch die Katastrophe auf der Plattform „Deepwater Horizon“ wirkt beim Konzern noch nach.

British Petrol: Der Konzern hat 84.000 Mitarbeiter – noch. dpa

British Petrol: Der Konzern hat 84.000 Mitarbeiter – noch.

LondonDer eigene Konzernumbau wird den britischen Ölriesen BP rund eine Milliarde Dollar (810 Millionen Euro) kosten. Das teilte BP am Mittwoch mit. Wie allen Ölunternehmen macht den Briten derzeit der stark unter Druck geratene Ölpreis zu schaffen. Die BP-Bilanz ist seit Jahren zudem geschwächt, weil der Konzern nach der Explosion auf der US-Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Jahr 2010 milliardenschwere Entschädigungen und Reparaturkosten tragen muss.

BP will sich bei der Öl- und Gasförderung sowie beim Vertrieb seiner Produkte weiter verschlanken. Bereits am Sonntag war bekannt geworden, dass BP außerdem Arbeitsplätze im mittleren Management streichen will.. Der jüngste Sinkflug bei den Ölpreisen und die Abwertung des Rubels treffen das Unternehmen. BP ist zu fast einem Fünftel am größten russischen Ölproduzenten Rosneft beteiligt.

Aktuell teste der Konzern seine Projekte auch für den Fall eines Ölpreises von 60 Dollar je Barrel (159 Liter), hieß es. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet aktuell gut 67 Dollar.

BP hat in den vergangenen 18 Monaten bereits Unternehmensteile im Wert von mehr als 43 Milliarden Dollar verkauft, wie Konzernchef Bob Dudley sagte. BP braucht Geld, um für die Folgen der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko aufzukommen. Dafür hat das Unternehmen nach jüngsten Angaben bislang insgesamt auch 43 Milliarden Dollar an Entschädigungen und Strafen gezahlt. Weitere Milliardenzahlungen sind möglich.

Von

dpa

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