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29.10.2015

08:52 Uhr

Ölpreisverfall belastet

Milliardenverlust für Shell

Gewaltige Abschreibungen und der niedrige Ölpreis belasten den Energiekonzern Shell schwer. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 7,4 Milliarden Dollar. Auch im Tagesgeschäft läuft es nicht mehr.

Der Ölkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. ap

Shell

Der Ölkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen Milliardenverlust hinnehmen müssen.

LondonDer Stopp von Großprojekten und der Ölpreisverfall kommen den Energiekonzern Shell teuer zu stehen. Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 7,42 Milliarden Dollar an (6,7 Milliarden Euro), wie das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch fast 4 Milliarden Dollar verdient.

Massiv zu Buche schlugen milliardenschwere Abschreibungen, weil Shell umstrittene Förderprojekte in Kanada und vor Alaska gestoppt hatte. Der niedrige Ölpreis macht diese Projekte dem Konzern zufolge unrentabel.

Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt

Platz 1

Exxon Mobil (USA)

Jahresumsatz: 356,6 Milliarden Dollar

Platz 2

PetroChina (China)

Umsatz 2015: 329,7 Milliarden Dollar

Platz 3

Chevron (USA)

Jahresumsatz: 197,4 Milliarden Dollar

Platz 4

Royal Dutch Shell (Großbritannien)

Jahresumsatz: 192,1 Milliarden Dollar

Platz 5

Sinopec (China)

Jahresumsatz: 119,1 Milliarden Dollar

Platz 6

Total (Frankreich)

Jahresumsatz: 118,5 Milliarden Dollar

Platz 7

BP (Großbritannien)

Jahresumsatz: 118,35 Milliarden Dollar

Platz 8

ConocoPhillips (USA)

Jahresumsatz: 76,67 Milliarden Dollar

Platz 9

Cnooc (Hongkong)

Jahresumsatz: 63,12 Milliarden Dollar

Platz 10

Eni (Italien)

Jahresumsatz: 63 Milliarden Dollar

Quelle

Thomson Reuters/Unternehmensangaben

Auch im Tagesgeschäft musste der Ölriese wegen des Ölpreisverfalls herbe Rückgänge hinnehmen. Der operative Gewinn fiel im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 1,77 Milliarden Dollar, womit der Konzern auch die Erwartungen von Analysten weit verfehlte.

Von

dpa

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