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28.05.2013

17:03 Uhr

Österreichischer Energiekonzern

EVN-Gewinn bricht um fast 40 Prozent ein

Abschreibungen und schlechte Ergebnisse der Beteiligungen machen dem Energiekonzern EVN zu schaffen. Die Österreicher haben deutlich weniger verdient. Der Ausblick fällt ebenfalls mau aus.

EVN-Kraftwerk in Österreich. Der Gewinn beim Energiekonzern ist deutlich geschrumpft.

EVN-Kraftwerk in Österreich. Der Gewinn beim Energiekonzern ist deutlich geschrumpft.

WienDer niederösterreichische Energieversorger EVN stellt trotz der mauen Geschäftsaussichten seinen Aktionären eine konstante Dividende in Aussicht. "Die stabile Dividendenpolitik wollen wir beibehalten", sagte EVN-Chef Peter Layr am Dienstag. Für das vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 zahlte der mehrheitlich im Besitz des Landes Niederösterreich stehende Konzern 42 Cent je Aktie.

EVN ist der größte Strom-, Gas- und Wärmeversorger in Niederösterreich und erwirtschaftet rund ein Drittel seiner Geschäfte in Südosteuropa - den Großteil in Bulgarien. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2012/13 bekräftigte die Firma einen Rückgang des Konzernergebnisses um rund 40 Prozent. "Trotz der Verwerfungen an den Strom- und Gasmärkten sind wir in einem relativ krisenfesten Segment tätig", sagte Layr. Die operativen Ergebnisse sollten daher "relativ stabil bleiben", sagte der EVN-Chef. Die Energiepreise für die Kunden sollen aber nicht erhöht werden. "Über den nächsten Winter können die Kunden mit stabilen Preisen rechnen."

Das erste Halbjahr war von Abschreibungen und schlechten Ergebnissen bei den Beteiligungen geprägt. Bei um 2,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesunkenen Erlösen brach der Gewinn unter dem Strich um 38 Prozent auf 132 Millionen Euro ein. Hier machte sich der deutliche Rückgang beim Finanzergebnis bemerkbar, das auf minus 17,2 (Vorjahr: 65,4) Millionen Euro drehte.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Der im ersten Quartal verbuchte negative Ergebnisbeitrag der EconGas von 20,4 Millionen Euro habe zu einer Differenz im ausgewiesenen Ergebnis von 32,2 Millionen Euro geführt. "Die EconGas ist derzeit keine Erfolgsgeschichte", sagte Layr. Es habe aber kein Eigentümer den Drang, die Gesellschaft zu verkaufen. EconGas ist eine Erdgas-Direktvertriebs-Gesellschaft an der die EVN 16,5 Prozent hält. Größter Aktionär ist der Energiekonzern OMV mit einem Anteil von 50 Prozent.

Auf das Ergebnis des Halbjahres drückte zudem ein negativer Einmaleffekt in Höhe von 27,5 Millionen Euro infolge des Verkaufs des Anteils an der albanischen Devoll Hydropower. Zudem kam es zu einer Abwertung der über die WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund -Aktien, was zu einem negativen Ergebnisbeitrag von 22,5 Millionen Euro führte, hieß es.

Von

rtr

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