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19.02.2014

15:20 Uhr

Offshore-Park

Sterntaucher stoppen Eon-Windkraftpläne

Wegen einer Vogelschutzstudie liegen die Pläne zum Ausbau des weltgrößten Windparks vor der ostenglischen Küste für mindestens drei Jahre auf Eis. Und auch technische Probleme erschweren den Ausbau.

Weitere Windräder wird es vor der Küste im Osten Englands in der nahen Zukunft nicht geben. Vogelschützer stoppen den Ausbau des Offshore-Windparks. dpa

Weitere Windräder wird es vor der Küste im Osten Englands in der nahen Zukunft nicht geben. Vogelschützer stoppen den Ausbau des Offshore-Windparks.

LondonEin internationales Konsortium unter Beteiligung von Eon hat seine Pläne zum Ausbau des weltgrößten Offshore-Windparks vor der ostenglischen Küste wegen einer geforderten Vogelschutzstudie abgesagt. In der Untersuchung sollten Eon, die dänische Dong Energy und der arabische Energieinvestor Masdar nachweisen, dass sich die Auswirkungen auf den Sterntaucher in Grenzen halten und der Status eines Schutzgebietes nicht gefährdet wird.

Geplant war, die Kapazität der Anlage London Array von bislang 630 Megawatt um 200 Megawatt zu erweitern. Das Gemeinschaftsunternehmen geht davon aus, dass die Studie mindestens drei Jahre in Anspruch genommen hätte, wie es am Mittwoch erklärte. Auch danach hätte es keine Garantie gegeben, die Behörden zufriedenzustellen. Zudem habe es technische Probleme gegeben.

In den vergangenen Monaten haben bereits Firmen wie RWE oder die Iberdrola -Tochter Scottish Power ihre Pläne für den Bau von Windkraftanlagen auf See vor der britischen Küste zurückgefahren oder aufgegeben. Ein Grund waren die hohen Baukosten.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

19.02.2014, 16:50 Uhr

Auweia, zwei grüne Paradigmen zerfleischen sich gegenseitig: die grüne Windenergie wird vom grünen Tierschutz gestoppt.

Ich bin für den grünen Tierschutz, Windenergie ist nur scheinbar grün. Erneuerbare Energien haben immer einen gewaltigen Landschaftsverbrauch, weil die Energiedichte von Sonne und Wind so klein ist. Trotzdem wird uns und sogar den Kindern in der Schule vorgegaukelt, dass den Erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Hoffentlich erweist sich das als falsch, weil sonst kommt der wahre Umweltschutz unter die (Wind-) Räder....


onkel_egon

20.02.2014, 13:11 Uhr

Hier fragt man sich .... "wurde hier nicht der Vogel abgeschossen ?" Da wird nun Energie auf dem Meer weit weg vom Land erzeugt. Hier können auch die Windräder keine Gegend "verschanden" und trotzdem wird hier gegen gearbeitet.

Was muss denn noch passieren, damit sich diese Form der
Energieerzeugung endlich in der Meinung und somit auch in der Gesetzgebung niederschlägt.

Muss erst ein Ereignis wie in Japan passieren, damit einige, die diese Gesetze zu vertreten haben, IHRE Sichtweise ändern ? ??

Bedauerlicherweise werden die Gesetze der einzelnen
Ländern unter der Mitwirkung von Lobbyisten erstellt,
dabei kann man davon ausgehen, das nicht der Sachverstand und die zukünftigen Aussichten berücksichtigt werden, sondern nur die kurzfristigen Ziele von Organisationen, Firmen damit sie ihre Gewinne
mal wieder - kurzfristig - erhöhen können.

Ein Umdenken ist wahrscheinlich nur möglich, wenn
das "Kind in den Brunnen" gefallen ist und keiner will
schuld sein.

Nach dem Motto, "Raubbau an der Natur, Zerstörung für die
Interessen von wenigen". Wenn die Folgen für jeden ersichtlich werden, dann will es keiner gewesen sein.

Klassisches Beispiel: Smog in chinesischen Städten.
Es gibt auch viele Bespiele hier in Europa, aber so
extrem ist es noch nicht aufgefallen ... oder genau gesagt, noch noch nicht so, das es sich "lohnt" von der
Politik - öffentlichkeitwirksam - in Gesetzen zu verpacken.

hoffmann

20.02.2014, 13:40 Uhr

In GB ist es auch nicht anders als in D:
Windkraft auf dem Meer ist sowieso deutlich teurer als Landwind.
Wúrde man in D 30km súdlicher an Land bauen würde die kwh nur 5,9 Ct kosten - nicht 19 Ct plus hoher Zusatzsubventionen für die Atomkonzerne.
Würde man dezentral an Land bauen wúrde man künftig auch Speicher sparen denn wenn im Norden Windstille ist ist im Schnitt zu 84% im Süden genug Wind.

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