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06.01.2017

07:24 Uhr

Photovoltaik-Markt

Das Ende der Sonnenfinsternis naht

VonMilena Merten

Deutschlands Solarindustrie verharrt im Krisenmodus. Im vergangenen Jahr ist der heimische Photovoltaikmarkt weiter geschrumpft. Doch wegen des Preisverfalls bei Modulen und Akkus ist die Branche hoffnungsfroh wie nie.

In Deutschland lohnt sich die Installation von Solaranlagen immer mehr – trotzdem hinkt der Markt der weltweiten Entwicklung noch hinterher. obs

Solaranlage

In Deutschland lohnt sich die Installation von Solaranlagen immer mehr – trotzdem hinkt der Markt der weltweiten Entwicklung noch hinterher.

DüsseldorfEs ist ein Drama, das kein Ende zu finden scheint. Während Solarenergie weltweit boomt und zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, liegt der deutsche Markt weiterhin in Trümmern. Ausgerechnet im Geburtsland der Sonnenindustrie dürfte der Markt 2016 das vierte Jahr infolge geschrumpft sein – das zeigen neue Zahlen der Bundesnetzagentur.

Demnach wurden von Januar bis September nur noch Solaranlagen mit einer Kapazität von 791 Megawatt neu installiert. Für die Monate Oktober, November und Dezember liegen zwar noch keine abschließenden Zahlen vor, aber bereits die Daten aus den ersten neun Monaten zeigen: Das Niveau von 2015 ist de facto nicht mehr zu erreichen. Schließlich wurden damals noch Anlagen mit einer Kapazität von 1460 Megawatt neu installiert.

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Deutschlands Photovoltaikprimus wankt. Die Schulden bei Solarworld explodieren, das Geld wird knapp und im Finale eines 800-Millionen-Rechtsstreits droht ein Debakel. Für die Bonner geht es im Jahr 2017 um die Existenz.

Seit dem Boom der Solarwirtschaft um das Jahr 2010 ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland immer weiter eingebrochen. Viele deutsche Solarmodulhersteller- und Zulieferer schlitterten im Wettstreit mit chinesischen Anbietern in die Insolvenz. Fast 90.000 Arbeitnehmer im Solarsektor verloren hierzulande ihren Job. Doch nun keimt Hoffnung auf, dass der Niedergang endlich endet. Schließlich gibt es trotz des erneuten Markteinbruchs einen Lichtblick.

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft ist die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen in einem Teilsegment, jenem fürs Eigenheim oder Gewerbedach, in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen. Zwischen März und November 2016 gab es in diesem Segment einen Zuwachs von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund: die rasant fallenden Solarmodulpreise.

Zwischen 2009 und 2015 sind die Preise um mehr als 80 Prozent gesunken. 2016 hat es dann nochmal einen Preisrutsch von mehr als 30 Prozent am Weltmarkt geben. Trotz gekappter Förderungen ist Solarstrom nun so günstig wie nie zuvor.

„Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach ist oft nur noch halb so teuer wie vom Stromversorger“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Die Sonnenstromernte vom eigenen Dach lohne sich bereits nach wenigen Jahren. Körnig ist zuversichtlich, dass die Anzahl neu installierter Solarstromanlagen 2017 erstmals seit fünf Jahren wieder spürbar wachsen könnte. „Verbesserte Förderkonditionen, geringere Abgaben und eine höhere Investitionssicherheit dürften den Inlandsmarkt für Solarstromanlagen und Batteriespeicher beleben“, erklärt Körnig.

Kommentare (5)

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Herr Holger Narrog

06.01.2017, 08:42 Uhr

Die Stromeinspeisung muss in jedem Augenblick gleich der Stromnachfrage sein. Andernfalls bricht das Netz zusammen. Solarstrom fällt entsprechend der Launen des Wetters, der Tages- und Jahreszeit an. Solcher Strom ist im Netz wertlos.

Das bedeutet jede umweltschädliche Solaranlage beruht auf Subventionen, Regulierungen, oder Liebhaberei egal ob die Subventionssätze durch günstigere Solarmodule künftig etwas niedriger ausfallen.

Die Aussage, dass "selbsterzeugter" Solarstrom günstiger ist als Strom aus dem Netz ist eine falsche Parole. Technisch gesehen bleiben die Haushalte an das Netz angeschlossen. Es wird wertloser, umweltschädlicher Ökostrom in das Netz eingespeist und frequenzstabiler, bedarfsgerechter Strom inklusive Steuerlast (>50% des Preises) bezogen.

Ich vermute die Subventionsregeln für umweltschädlichen, wertlosen Solarstrom wurden angepasst um die Belastung der Gesellschaft zu dämpfen zumal diese durch die anderen Geistesblitze der Politik, Umvolkung, € - Rettung bereits sehr belastet wird.

Herr Peter Petersen

06.01.2017, 10:03 Uhr

@Narrog

Die Rede ist davon, den Strom Selber zu speichern,
nicht ins Netz einzuspeisen.

Das Netz ist dann dafür da, wenn die eigenen Speicher Leer sind oder Überlaufen.

Die Solarindustrie hat aber mehere Probleme.
Aus dem Neubau Geschäft mit hohen Absetzen wird ein austausch Geschäft
mit kleinen Stückzahlen.
Durch den Fortschritt in der IC Entwicklung,
kann man die SW leichter schreiben.
Da gibt es keinen Wissensvorsprung den man sich Bezahlen
lassen kann, da die Bauteile alle aus Asien kommen,
kann man sie da auch gleich zusammen bauen.

Da hilft nur die Trump Methode
Das kann man noch mit einer Steuer auf Umweltverschmutzende
Produktion begründen.

Account gelöscht!

06.01.2017, 10:08 Uhr

Der Solarstrom ist nicht wertlos, das Ausland verdient daran. Man könnte auch die Flüsse damit heizen und Tropen-Fische züchten. Das wird ein rRiesengeschäft.

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